| Originaltitel | Salò o le centoventi giornate di Sodoma | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Italien/Frankreich 1975 | |
| Verkaufsstart | 25.10.2004 (Universum Film) | |
| FSK & Länge | ab 18 Jahren• 117 min. | |
| Regie | Pier Paolo Pasolini | |
| Darsteller | Paolo Bonacelli, Giorgio Cataldi, Umberto Paolo Quintavalle, Aldo Valletti, Caterina Boratto, Hélène Surgère | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:8.2
Anzahl User:6
Noch keine Userkommentare Redaktion:8.0
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Salò: Gestern und heute (Dokumentation) • Die Kinder von SALÒ: Interviews mit Filmemachern (Doku) • Deutscher Original-Kinotrailer von 1976 • Zeitgenössischer Originaltrailer • 32seitiges Booklet mit Informationen zum Film
In der Republik von Sal ("Repubblica di Salò"), dem von Nazideutschland 1943 bis 1945 gesicherten letzten Rest des faschistischen Italien, vereinbaren vier Vertreter des Großbürgertums in einem Gutshaus am Gardasee eine beispiellose Orgie von Unterdrückung und Gewalt. Dafür lassen die fanatischen Sadomasochisten eine Gruppe völlig verstörter Jünglinge und junger Frauen entführen. Sie werden auf jede erdenkliche Art und Weise gedemütigt, für sadomasochistische sexuelle Inszenierungen missbraucht und schließlich zu Tode gequält. Unterstützt werden die alternden Lüstlinge von vier ebenfalls nicht mehr ganz frischen Prostituierten, die mit ihren allabendlichen autobiographischen Erzählungen für die richtige Stimmung sorgen.
Pier Paolo Pasolini war die historische Republik von Salò vertraut, er selbst verbrachte die letzten Kriegsjahre in Mussolinis letzter Bastion. Sein Bruder wurde hier ermordet, ein Erlebnis, das Pasolini sein Leben lang verfolgte. Er drehte "Die 120 Tage von Sodom" an 37 Frühlingstagen - genauso lange schrieb der Marquis de Sade an seinem nie fertiggestellten Buchfragment. Um der strengen Struktur des Films gerecht zu werden, verzichtete Pasolini weitgehend auf die für seine Filme typischen Improvisationen der Schauspieler, vielmehr unterwarf er den überwiegend aus Laien bestehenden Cast einer strengen Disziplin. Generationen von Staatsanwälten, jahrelange Verbote von Parlamenten und die Ablehnung durch Kirche und andere konservative gesellschaftliche Kräfte vermochten nicht zu verhindern, dass Pasolinis letztes Werk in die Filmgeschichte eingegangen ist. Trotzdem sollten die Zuschauer einen stabilen Magen und eine starke Psyche mitbringen, denn dieser Film sondiert die Grenze des Erträglichen.
