Sex & Drugs & Rock & Roll - 2010 - FILMREPORTER.de
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Film: Sex & Drugs & Rock & Roll

Medium: Kauf-Blu-ray
OriginaltitelSex & Drugs & Rock & Roll
AlternativSex&Drugs&Rock&Roll
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien 2010
Verkaufsstart    30.03.2012 (Universum Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 115 min.
RegieMat Whitecross
DarstellerRay Winstone, Olivia Williams, Andy Serkis, Naomie Harris, Mackenzie Crook, Luke Evans
Homepage http://www.sex-drugs-rock-roll-thefil...
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DVD Extras

Interviews mit Cast&Crew • B-Roll • Trailer (ca. 43 Min)

Inhalt

Ian Dury (Andy Serkis) steht mit seiner Rockband 'The Blockheads' auf der Bühne und erzählt aus seinem Leben, das er in seinen Songs Revue passieren lässt. Es ist ein Leben, das von zahlreichen Schicksalsschlägen geprägt ist. Als Kind erkrankte der Sänger an Polio und musste danach zeitlebens mit einer Gehbehinderung leben. In den 1960er scheitern erste Versuche als Sänger der Band 'Kilburn & The High Roads', bevor Dury wenige Jahre später mit den Blockheads erste Erfolge feiert.

Obwohl Dury unausstehlich sein konnte, zeigt das Biopic den Musiker im Mittelpunkt funktionierender Beziehungen. Etwa die zu Denise (Naomie Harris) und seinem Partner Chaz (Tom Hughes), die ihn nach musikalischen und persönlichen Tiefschlägen immer wieder aufrichten. Komplizierter ist dagegen sein Verhältnis zu seiner Frau Betty (Olivia Williams), die ihn an seine oft vernachlässigten Vaterpflichten erinnert, seinem Sohn Baxter (Bill Milner) - der später selbst ein gefragter Songwriter wird - und seinem strengen Vater Bill (Ray Winstone).

Kritik

"Sex & Drugs & Rock & Roll" spielt auf einen musikalischen Hit Ian Durys und seiner Band an, verweist andererseits auch auf das wilde und chaotische Leben, das die Musiker stellvertretend für eine ganze Musikergeneration führten. Dury war ein unangepasster Künstler, der sich den gesellschaftlichen Normen entzog und damit nicht selten aneckte. In der Darstellung Andy Serkis' bekommt das Rebellische des Sängers Substanz, ohne dass es zur Karikatur wird. Mit dieser Rolle beweist Serkis, dass er ein großartiger Charakterdarsteller ist und deutlich mehr kann, als nur das gestische und mimische Vorbild für animierte Action-Figuren zu sein.

Auch Regisseur Mat Whitecross macht mit seinen Mitteln alles, um das chaotische Leben des Ausnahmekünstlers gerecht zu werden. So unkonventionell Dury als Sänger und Mensch war, so bemerkenswert kreativ ist auch die Inszenierung. Dass Whitecross die Biografie Durys als Projektion seiner Liedtexte auf der Bühne erscheinen lässt, verdeutlicht nicht nur den persönlichen Aspekt der Musik, sondern ist auch dramaturgisch eine gelungene Variation des Biopic-Genres. Gelegentlich richtet sich der erzählerische Gestus des Sängers nicht an sein Publikum vor seiner Bühne, sondern an den Zuschauer vor der Leinwand. Dadurch wird nicht nur immer wieder der Handlungsfluss durchbrochen, sondern dem Zuschauer auch eine distanzierte Haltung zum ereignisreichen Leben des Sängers ermöglicht. Durch die visuellen Effekte und den inszenatorischen Ideenreichtum, die an die ästhetische Verspieltheit von Musikvideos erinnert, wird das Geschehen einer ironischen Betrachtung unterzogen. Auf der anderen Seite wird die Leichtigkeit der Haltung sowohl des Sängers als auch des Filmemachers durch Bilder konterkariert, deren Rauheit und Derbheit sich nicht nur an Durys Musik angleichen, sondern auch auf die Schattenseiten seines Lebens verweisen.

Sex & Drugs & Rock & Roll

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