Die Muppets - 2011 - FILMREPORTER.de
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© Walt Disney Studios Home Entertainment

Film: Die Muppets

Medium: Kauf-DVD
OriginaltitelThe Muppets
AlternativThe Greatest Muppet Movie Ever Made 3D; The Greatest Muppets Movie Ever Made
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2011
Verkaufsstart    24.05.2012 (Walt Disney Studios Home Entertainment)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 103 min.
RegieJames Bobin
DarstellerJason Segel, Amy Adams, Chris Cooper, Rashida Jones, Steve Whitmire, John Henson
Homepage http://www.disney.com/muppets
http://www.disney.de/muppets
Links IMDB

DVD Extras

Das längste Pannen-Special der Geschichte (der Muppets)

Inhalt

Auf der ganzen Welt gibt es keinen größeren Muppet-Fan als Walter. Obwohl er wie seine berühmten Idole ebenfalls eine Puppe ist, hat er mit Gary (Jason Segel) einen menschlichen Bruder an seiner Seite, der ihm beisteht. Die beiden sind unzertrennlich und gehen in ihrem winzigen Heimatort Smalltown durch Dick und Dünn. Als Walter, Gary und dessen Freundin Mary (Amy Adams) einen gemeinsamen Urlaub in Los Angeles machen, statten sie auch dem Muppets-Studio einen Besuch ab.

Dort angekommen, erwartet Walter eine böse Überraschung. Vom Glanz der alten Tage ist nichts mehr übrig. Das frühere Theater der Puppenstars ist heruntergekommen und längst geschlossen, von den Muppets ist weit und breit nichts zu sehen. Zu allem Überfluss belauscht Walter auf seinem Rundgang die Pläne von Geschäftsmann Tex Richman (Chris Cooper), der das alte Gebäude an sich reißen will, um dort nach Öl zu bohren. Das Ende der Muppets wäre damit endgültig besiegelt. Um das Schlimmste zu verhindern, machen sich Walter, Gary und Mary auf den Weg zu Kermit, dem Frosch. Der grüne Entertainer ist der einzige, der die Muppets-Truppe wieder zusammenführen kann, um das alte Theater zu retten.

Kritik

"Applaus, Applaus, Applaaaaaaaaaaaaaaaaaaaus!" 35 Jahre ist es her, dass Kermit, der Frosch zum ersten Mal die prominenten Akteure der "Muppet Show" mit seinem frenetischen Beifallsruf angekündigt hat. Nach 120 Folgen, sechs Spielfilmen, einer Zeichentrickserie und diversen anderen Fernseh-Formaten, kehrt die nunmehr siebte Leinwandversion zu den Wurzeln zurück. So steht im Mittelpunkt der Geschichte der Versuch, die alte "Muppet Show" wiederzubeleben. Regisseur James Bobin und die Drehbuchautoren Jason Segel und Nicholas Stoller nutzen die Prämisse, um sich auf liebenswerte, witzige und clevere Weise vor der Original-Show zu verbeugen. Der Film setzt bewusst auf den altmodischen Charme alter Hollywood-Musicals und Komödien, in denen die Welt stets sehr viel unbeschwerter erschien, als sie es im wahren Leben je hätte sein können. Schon die Eröffnungssequenz im fiktiven Örtchen Smalltown wirkt wie die überzogene Version des in den 1950ern heraufbeschworenen Idylls amerikanischer Vororte.

Trotz aller Nostalgie verliert sich das Revival nicht in Sentimentalitäten. Stattdessen wird die Romantik immer wieder ironisch gebrochen, Genre-Klischees werden durch selbstreferentielle Anspielungen munter auf den Kopf gestellt. Die Sehnsucht nach einer Sendung wie der "Muppet Show", in der familienfreundliche Unterhaltung und rotzfreche, zum Absurden neigende Attitüde Hand in Hand gehen, wird der aktuellen Fernsehwelt gegenübergestellt. Für Kermit und seine alten Haudegen scheint kein Platz in der von stumpfen Reality-Sendungen und inhaltsleeren Talk-Shows durchzogenen TV-Landschaft zu sein. Das zeigt sich besonders deutlich, als die Truppe einem großen Fernsehsender ihre klassische "Muppet Show" wieder schmackhaft machen will und von den Verantwortlichen nur Spott erntet.

Nicht zuletzt ist der Film ein Plädoyer dafür, dass die Daseinsberechtigung populärer Kunst nicht von raffgierigen Fernsehanstalten oder der Werbeindustrie abhängen darf, sondern von der Liebe der Fans. Selbst wenn es nur noch ein einzelner Fan ist. In diesem Falle der gutmütige Protagonist Walter, dessen Verehrung für die Muppets so groß ist, dass sie am Ende eine ganze Heerschaar anderer Fans nach sich zieht. Der liebenswerte Held ist neu im Ensemble der altbekannten Truppe. Da er als einzige Puppe unter Menschen aufwächst, sind die Muppets mehr als Unterhaltung für ihn. Seine Fernsehhelden werden zur identitätsstiftenden Instanz für diesen kleinen Fan, der im Gegensatz zu seinem Bruder nicht altert und von Natur aus ein kleiner Junge bleiben muss. Trotz aller Absurditäten und Albernheiten, die sich die Geschichte rausnimmt, hat das etwas durchaus Anrührendes für sich. In Walter finden Identifikation und Emphase, seit jeher zwei grundlegende Charakteristika der Popkultur, auf zwingende Weise in einer Figur aus Fleisch und Blut zusammen - oder vielmehr aus Stoff und Nähten. Das ist die vielleicht größte Leistung dieser gewitzten Liebeserklärung an den grünen Frosch und dessen Freunde. Im Grunde verdient sie nur ein Wort: Applaus.

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Die Muppets

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