Sarahs Schlüssel - 2010 - FILMREPORTER.de
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Film: Sarahs Schlüssel

Medium: Kauf-DVD
OriginaltitelElle s'appelait Sarah
GenreDrama
Land & Jahr Frankreich 2010
Verkaufsstart    10.05.2012 (EuroVideo Medien)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 98 min.
RegieGilles Paquet-Brenner
DarstellerKristin Scott Thomas, Mélusine Mayance, Niels Arestrup, Frédéric Pierrot, Michel Duchaussoy, Dominique Frot
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DVD Extras

Making Of (OmdU)

Inhalt

Die Rafle du Vélodrome d’Hiver (übersetzt: Razzia des Wintervelodroms) gehört zu den dunkelsten und tabuisiertesten Ereignissen der französischen Geschichte. Am 16. und 17. Juli 1942 werden knapp 13.000 in Paris lebende Juden festgenommen und später nach Auschwitz deportiert. Als Zwischenlager dient unter anderem die ehemalige Reitsporthalle Vél d'Hiv. Dort werden unter menschenunwürdigen Bedingungen bis zu 4.000 Personen zusammengepfercht.

Das beschämende für die Grande Nation ist, dass französische Polizisten die gesamte Aktion durchführen. Die Nationalsozialisten geben lediglich den Befehl der rassistischen. Erst am 16. Juli 1995 entschuldigt sich Frankreich bei den Hinterbliebenen und den wenigen Überlebenden. Von diesen Ereignissen erzählt die Geschichte der fiktiven zehnjährigen Sarah (Mélusine Mayance). Diese wird mit ihren Eltern deportiert, kann ihren kleinen Bruder jedoch gerade noch verstecken. Ihm schwört sie, ihn bald aus seinem Versteck zu holen. Doch Sarah ahnt nicht, welch unmögliches Versprechen sie ihrem Bruder da gibt.

Kritik

"Sarahs Schlüssel" ist die gelungene Adaption des gleichnamigen Romans von Tatiana De Rosnay. Gilles Paquet-Brenner ("UV - Tödliche Verführung") hält sich eng an die literarische Vorlage. Er verändert die Geschichte lediglich in zwei Punkten: Im Unterschied zum Roman ist es Sarah, die ihren Bruder versteckt. Die Schuldgefühle der Protagonistin werden dadurch verstärkt und das dramatische Element der Geschichte verstärkt. Zudem gibt es im Gegensatz zur Vorlage eine erwachsene Sarah. Diese Änderung hat der Regisseur vorgenommen, da ihm dieses Element im Roman gefehlt habe. Paquet-Brenner hat Recht mit seiner Überlegung, denn so ist Sarah tatsächlich noch besser zu verstehen.

Die Protagonistin wird als Kind von Mélusine Mayance ("Ricky") überzeugend verkörpert. Es ist bewundernswert, wie gut die junge Schauspielerin die komplexe Figur darstellt. Auch Kristin Scott Thomas ("So viele Jahre liebe ich dich") ist für ihre großartige darstellerische Leistung zu loben. Durch ihr zurückgenommenes Spiel wird die Verletzlichkeit ihrer Figur besonders hervorgehoben. Damit seine Adaption auch historisch korrekt wird, hat sich Paquet-Brenner mit Zeitzeugen getroffen. Eine besondere Rolle spielt dabei Annette Mullers. Sie flüchtete als kleines Mädchen aus dem Vélodrome d'Hiver und kann daher besonders detailliert die damaligen Ereignisse beschreiben. Zudem half Mullers dem Regisseur, eine Drehgenehmigung für die Pariser Holocaustgedenkstätte zu erhalten. In "Sarahs Schlüssel" ist diese erstmals in einem Film zu sehen. So dürften sowohl Historiker, als auch Fans des Romans und Freunde großartiger Schauspielleistungen an "Sarahs Schlüssel" ihre Freude haben.

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Sarahs Schlüssel

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7,0 (Filmreporter)
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Meinungen

Dieser Film hat mich erschüttert

Julia Darmond, eine amerikanische Journalistin, lebt seit 20 Jahren in Frankreich. Sie recherchiert über die Tragödie, welche sich 1942 in Paris im Vel d'Hiv (Vélodrome... mehr

22.10.2010 14:55 Uhr - elsa
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"Sarahs Schlüssel" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Tatiana De Rosnay. Regisseur Gilles Paquet-Brenner hält sich in seiner gelungenen Adaption weitgehend an die... mehr
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