| Originaltitel | Sommersturm |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Deutschland 2004 |
| Kinostart | 02.09.2004 (X Verleih) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 98 min. |
| Regie | Marco Kreuzpaintner |
| Darsteller | Robert Stadlober, Kostja Ullmann, Alicja Bachleda-Curus, Jürgen Tonkel, Tristano Casanova, Miriam Morgenstern |
| Homepage |
http://www.x-verleih.de/x-verleih/kin... |
| Links | IMDB |
Seit Jahren sind die beiden Schüler Tobi (Robert Stadlober) und Achim (Kostja Ullmann) unzertrennlich. In ihrer Freizeit trainieren sie im oberbayerischen Ruderclub RSC. Beim Trainingslager an einem See im Bergischen Land wird ihre Freundschaft zum ersten Mal auf eine harte Probe gestellt. Denn während Achim die Zeit am liebsten nur mit seiner Flamme Sandra (Miriam Morgenstern) verbringen will, wird Tobis Gefühlswelt durch die Anwesenheit des schwulen Ruderteams "QueerSchläger" völlig durcheinander gebracht. Obwohl Sandras Freundin Anke (Alicja Bachleda-Curus) ihn immer wieder zu verführen versucht, wird Tobi in ihrer Anwesenheit allenfalls nervös. Erst durch die "QueerSchläger" wird ihm bewusst, dass er vielleicht anders tickt als seine Ruderkumpels vom RSC, die vor den schwulen QueerSchlägern regelrecht Angst zu haben scheinen.
Ein Coming-Out im Teenie-Milieu? Offen gestanden musste man bei dieser Thematik das Allerschlimmste befürchten. Negativbeispiele wie "Pura Vida Ibiza" oder "Besser als Schule" haben dieses Jahr ja bereits gezeigt, wie tief deutsche Teenie-Klamotten sinken können. Zum Glück geht es aber offenbar auch anders: Der deutsche Jungregisseur Marco Kreuzpaintner, der bereits mit seinem Regiedebüt "Ganz und gar" positiv aufgefallen war, beweist einmal mehr, welches Fähigkeiten in ihm stecken. Mit seinem jungen, aber talentierten Schauspielerensemble balanciert er erstaunlich schwindelfrei zwischen sanfter Komik und großem Gefühl. Dass Kreuzpaintner als Drehbuchautor zum Teil sein eigenes Coming-Out verarbeiteten konnte, war sicherlich hilfreich. Dennoch überrascht es, dass "Sommersturm" fast ohne jede Peinlichkeit auskommt und nur ganz selten ein wenig unbeholfen wirkt. Wie schön, dass manchmal auch Teenie-Filme so glaubhaft und emotional erzählt sein können, dass man jenseits der Zwanzig immer noch Freude daran hat.

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