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Whisky

OriginaltitelWhisky
GenreKomödie
Land & JahrUruguay/Argentinien/Deutschland 2004
Kinostart05.05.2005 (Pandora Film)
FSK & Länge 98 min.
RegieJuan Pablo Rebella, Pablo Stoll
DarstellerJorge Bolani, Daniel Hendler, Ana Katz, Mirella Pascual, Andrés Pazos, Alfonso Tort
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Inhalt

Der ledige Jacobo (Andrés Pazos) bittet seine Angestellte Marta (Mirella Pascual) um einen äußerst merkwürdigen Gefallen. So lange Bruder Herman (Jorge Bolani) aus dem Ausland zu Besuch ist, soll sie sich als seine Angetraute ausgeben. Marta arbeitet seit Jahren in Jacobos kleiner Sockenfabrik in Montevideo. Beide schätzen einander sehr. Dennoch haben sie bisher nie Worte über ihr Privatleben gewechselt. Umso überraschter ist die Arbeiterin von Jacobos bizarrem Anliegen, auf das sie dennoch ohne mit der Wimper zu zucken eingeht. Binnen kürzester Zeit verwandelt sie Jacobos verwahrloste Junggesellenbude in ein gepflegtes Ehe-Nest. Ihre Bemühungen tragen bald Früchte. Herman ist von Marta begeistert und hält sie tatsächlich für die Frau des Bruders. Zu dritt fahren sie für ein paar Tage ans Meer. Obwohl sich Jacobo und Marta jetzt zumindest freundschaftlich näher kommen könnten, bleibt ihr Verhältnis höflich distanziert. Im Hotelzimmer des vorgetäuschten Ehepaares bleiben die Gespräche spärlich und die Betten getrennt. Auch zwischen den Brüdern herrscht eine große Kluft.

Kritik

"Eine Geste sagt mehr als tausend Worte", so das Motto des urugandischen Regie-Duos Juan Pablo Rebella und Pablo Stoll ("25 Watts"). Die Kommunikation ihrer Figuren findet vornehmlich mittels Körperhaltung und Mimik statt. Auf Dialoge setzt die Drama fast gar nicht. Die drei Hauptdarsteller tragen die komplexen, unterschwelligen Emotionen der Figuren aber auch ohne viele Worte nach außen. Dem aufmerksamen Betrachter verraten zudem die Handlungsorte einiges über das Innenleben der Figuren. So ist Jacobos düstere, mit Neonröhren ausgestattete Fabrik genauso trist wie der Fortgang seiner Karriere. Die unordentliche Wohnung des Junggesellen gleicht dem Durcheinander seiner Psyche. Rebella und Stoll halten gefühlvoll die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. Sie verzichten auf überzogene Gags, flechten stattdessen vielmehr amüsante Alltagsbeobachtungen mit ein. Der zweite gemeinsame Spielfilm der urugandischen Regisseure ist dramaturgisch gut aufgebaut, verlangt von seinem Publikum aber ein Verständnis zur Tiefgründigkeit.

Viola Wich/Filmreporter.de

Bewertung

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"Eine Geste sagt mehr als tausend Worte" ist Juan Pablo Rebellas und Pablo Stolls ("25 Watts") Leitspruch für ihren zweiten gemeinsamen Spielfilm. mehr

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