| Originaltitel | Paradise Now |
| Land & Jahr | Palästina/Frankreich/Deutschland 2005 |
| Kinostart | 29.09.2005 (Constantin Film) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 90 min. |
| Regie | Hany Abu Assad |
| Darsteller | Lubna Azabal, Hamza Abu-Aiaash, Kais Nashef, Lotuf Neusser, Ali Suliman, Mohammad Bustami |
| Homepage |
http://www.paradisenow.film.de/ |
| Links | IMDB |
Khaled (Ali Suliman) und Said (Kais Nashef) sind auserwählt für ihr Volk zu sterben. Die zwei jungen Palästinenser sollen sich in Tel Aviv selbst in die Luft sprengen. Mit ihnen sollen so viele Israeliten wie möglich sterben. Den Tod fürchten sie nicht, denn nach dem erfolgreichen Selbstmordattentat ist ihnen der Eintritt ins Paradies versprochen. Den Abend vor der Tat verbringen die Männer zu Hause bei ihren Familien. Dass dies die letzte gemeinsame Zusammenkunft sein wird, dürfen sie ihren Lieben allerdings nicht verraten. Am nächsten Morgen werden Sprengstoffpakete und Zünder an Khaleds und Saids Körper geklebt. An der Grenze werden sie allein gelassen, erste Zweifel kommen in ihnen auf. Doch die Operation läuft schief, sie werden von einer israelischen Patrouille am Sicherheitszaun entdeckt. Khaleds und Saids Wege trennen sich, beide sind plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Als sie in ihr Dorf zurückkehren, werden sie wegen des "Misserfolgs" kritisiert und des Verrats verdächtigt. Trotzdem werden sie für einen weiteren Terroranschlag eingeplant. Mittlerweile hatten sie aber viel Zeit, ihr Vorhaben in Frage zu stellen. Reichen ihre Gründe für die palästinensische Sache zu töten und zu sterben, aus?
Hany Abu Assads bemerkenswertes Drama wurde auf der Berlinale 2005 mit dem Amnesty International Filmpreis gekürt. Für das Publikum und die Kritiker ist "Paradise Now" einer der besten Wettbewerbsbeiträge des Festivals. Der in den Niederlanden lebende Regisseur beleuchte den Nahost-Konflikt von einem neuen Blickwinkel - aus der Sicht zweier palästinensischer Selbstmordattentäter. Abu-Assad verurteilt weder die israelischen Besatzer noch die Terroristen. Er verherrlicht nichts, sondern offenbart objektiv die Beweggründe seiner Protagonisten. Der palästinensische Filmemacher zeichnet seine Figuren als einfache Menschen, die zwischen verfahrener Ideologie und persönlicher Skepsis zwiegespalten sind. Er zeigt sie vor allem aber auch als junge Männer, die von einem normalen Leben träumen, mit Freundin, Job und Freizeit. Der Ort des Geschehens, Nablus, liegt in der von Israel besetzten Westbank. Seit Jahren ist die Stadt vom normalen Leben abgeschnitten, immer wieder kommt es zu Attentaten aus Nablus und auf Nablus. Die Fronten sind seit Jahren verhärtet. Abgerundet wird die aufschlussreiche Inszenierung durch die potente Schauspielleistung des Ensembles. Zudem perfektionieren Antoine Héberlés wirkungsvolle Kameraarbeit und Sander Vos' Montage das außergewöhnliche Filmwerk.

Was für ein erstklassiger Film ist hier gelungen. Paradise now ist ein ungemein spannender und gutgemachter Thriller, der seine Spannung aus der Echtheit seiner Geschichte, die... mehr
22.03.2006 22:07 Uhr - Pierrot le fou
Gott sei Dank! Es gibt sie noch: Die richtig guten Filme. Filme, die was zu sagen haben und ohne große Effekte, sondern mit einer überzeugenden Geschichte und stimmungsvolle... mehr
19.10.2005 17:46 Uhr - Serapion
Die beiden jungen Palästinenser Saïd (Kais Nashef) und Khaled (Ali Suliman) sind für ein Selbstmordattentat auserkoren. Mit Sprengstoffgürteln versehen... weiter
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