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Aktion Mutante

OriginaltitelAcción mutante
GenreScience Fiction
Land & JahrSpanien/Frankreich 1993
Kinostart03.03.1994 (Kinowelt Filmverleih)
FSK & Länge ab 18 Jahren• 90 min.
RegieÁlex de la Iglesia
DarstellerAntonio Resines, Álex Angulo, Frédérique Feder, Juan Viadas, Karra Elejalde, Saturnino García
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Inhalt

Im Jahr 2012 wird die Welt von den Reichen und Schönen beherrscht. Eine Gruppe von vernachlässigten, missgebildeten und behinderten Menschen stellt sich gegen das ungerechte System. Unter dem Namen "Aktion Mutante" führen sie terroristische Aktionen aus, um sich gegen die Diktatur der Schönen zu wehren. Ihre bevorzugten Zielobjekte sind Spermakliniken, Fitnessstudios und öffentliche Einrichtungen.

Nachdem Anführer Ramón (Antonio Resines) aus dem Gefängnis entlassen wurde, entführen die Militanten die Tochter (Frédérique Feder) eines reichen Fabrikanten, um für diese ein hohes Lösegeld für sie zu erpressen. Als sich die Gruppe auf einem entfernten Planeten versteckt, schwindet allmählich das Vertrauen zwischen ihnen. Ein habgieriger Verräter möchte die Beute für sich alleine haben - auch wenn er dafür seine Kameraden aus dem Weg räumen muss.

Kritik

Álex de la Iglesia gelingt mit "Aktion Mutante" ein unterhaltsamer Mix aus Action, Science-Fiction, Horror und Komödie. Die Geschichte als auch die Charaktere sind dermaßen überzeichnet, dass sie zu keinem Zeitpunkt des Films ernst genommen werden können. Gewalt- und Splatterszenen wechseln sich mit dialogreichen Wortgefechten ab. Wie bei seinem vier Jahre später erscheinenden Werk "Perdita Durango", in dem sich der Filmemacher mit schwarzer Magie, Sadomaso und Leichenschändung beschäftigt, geht er bereits bei seinem Regiedebüt politisch unkorrekt vor.

De la Iglesia erdenkt sich nicht nur eine Welt, in der sich Behinderte gegen die Reichen und Schönen zur Wehr setzen müssen, sondern macht aus ihnen auch noch eine terroristische Organisation. Der Regisseur dementierte allerdings spanische Meldungen, wonach er diese an die real existierende, baskische Terrorgruppe ETA angelehnt haben soll. Wer über einige Schwächen in der Inszenierung hinwegsehen kann - wie die nicht ganz nachzuvollziehenden Liebesgefühle der Entführten gegenüber ihrem Peiniger - wird sich an den originellen Details und dem schrägen Humor des mit drei Goyas ausgezeichneten Werks erfreuen können.

Tobias Röhring/Filmreporter.de

Bewertung

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