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Irrtum im Jenseits

OriginaltitelA Matter of Life and Death
GenreFantasy
Land & JahrGroßbritannien 1946
Kinostart01.01.1948
FSK & Länge ab 16 Jahren• 108 min.
RegieMichael Powell, Emeric Pressburger
DarstellerDavid Niven, Kim Hunter, Robert Coote, Kathleen Byron, Richard Attenborough, Bonar Colleano
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Inhalt

Der britische Kampfpilot Peter Carter (David Niven) in einer Luftschlacht des 2. Weltkriegs unter schweren Beschuss. Sein Flugzeug wird schwer beschädigt, die restliche Besatzung ist entweder tot oder mit dem Fallschirm abgesprungen. Kurz vor dem Aufschlag entscheidet sich Peter, der keinen Fallschirm mehr hat, abzuspringen. Seine letzten Worte wechselt er per Funk mit der jungen Amerikanerin June (Kim Hunter). Wie durch ein Wunder überlebt Peter seinen Absprung nahezu unverletzt. Kurze Zeit später trifft er auf die Kriegshelferin, in die er sich auf Anhieb verliebt. Bald muss er jedoch feststellen, dass übereifrige Funktionäre im Himmel, ihn bereits für Tot erklärt haben. Sie beauftragen einen Boten, der Peter über das Missgeschick informiert und ihn auffordert, ihm bitte schnellstmöglich zu folgen. Der Frischverliebte ist mit der unerwarteten Abberufung naturgemäß nicht einverstanden. Noch weiß er aber nicht, ob die skurrile Begegnung nur eine Nebenwirkung seiner kleinen Kopfverletzung ist. Gegen den sturen Normalsterblichen gibt es im Himmel nur eine Lösung: ein gigantischer Gerichtsprozess im Jenseits soll entscheiden, ob Peter sein irdisches Dasein weiter genießen darf.

Kritik

"Irrtum im Jenseits" kam nur kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges im Jahre 1946 in die britischen Kinos. Das Werk des Regieduos Michael Powell und Emeric Pressburger, die brillante Werke wie "Die roten Schuhe" oder "Hoffmanns Erzählungen" geschaffen haben, wurde unmittelbar nach Ende des Kriegs produziert. "A Matter of Life and Death", so der Originaltitel, ist ein atypischer Kriegsfilm. Er behandelt das dunkelste Kapitel der Menschheit fast beiläufig und ordnet es hinter dem Ereignis des peinlichen Irrtums der Himmelwärter ein. Die skurrile Gegenübersetzung von Jenseits und Diesseits wird durch den Wechsel von Schwarz-Weiß-Bildern und strahlenden Farbaufnahmen nachvollzogen. Die surreale Ausgangslage der Erzählung ist ein Beweis für den Wagemut, die Erzählung an ihren logisch nachvollziehbaren Legitimationsgrenzen zu bringen.

Bewertung

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6,0 (Filmreporter)

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