| Originaltitel | Crash |
| Genre | Drama, Mystery |
| Land & Jahr | USA/Deutschland 2004 |
| Kinostart | 04.08.2005 (Universum Film) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 113 min. |
| Regie | Paul Haggis |
| Darsteller | Sandra Bullock, Don Cheadle, Matt Dillon, Jennifer Esposito, William Fichtner, Brendan Fraser |
| Links | IMDB |
Ein junger Mann wurde tot im Gebüsch gefunden. Detective Graham (Don Cheadle) und Partnerin Ria (Jennifer Esposito) nehmen die Ermittlungen auf. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Graham noch nicht, dass dieser Fall auch sein Privatleben erschüttern wird. Zwei Afroamerikaner überfallen Staatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und dessen Frau Jean (Sandra Bullock) auf offener Straße mit vorgehaltener Pistole. Es dauert jedoch nicht lange, bis die Polizisten John Ryan (Matt Dillon) und Thomas Hanson (Ryan Phillippe) den jugendlichen Carjackern auf der Spur sind. Während der Verfolgung treffen sie auf ein schwarzes Ehepaar, deren Auto dem geklauten Wagen des Staatsanwalts zum Verwechseln ähnlich sieht. Für das Paar beginnt ein Albtraum. Unterdessen will sich der iranische Ladenbesitzer Farhad (Shaun Toub) für den Eigenschutz eine Pistole kaufen, doch der Waffenhändler macht ihm Schwierigkeiten. Als kurz darauf sein Laden ausgeraubt wird, dreht Farhad durch.
Paul Haggis beweist ein untrügliches Gespür für menschliche Stärken und Schwächen. In seinem Regiedebüt beleuchtet er die Reaktionen auf unerwartete Situationen, die sich aus Vorurteilen, Ignoranz und Misstrauen entstehen. Misstrauen gegenüber Rassen, Lebensformen oder dem sozialen Status eines Menschen. Ob Schwarz oder Weiß, Opfer oder Täter, schuldig oder unschuldig: Wenn die einzelnen Erzählstränge auf ihren Höhepunkt zusteuern, scheint es kein richtig oder falsch mehr zu geben. Haggis bringt die tiefsten Ängste und Hoffnungen seiner Figuren an den Tag und liefert nachvollziehbare Gründe für ihre Handlungen und (Kurzschluss-)Reaktionen. Was am Ende übrig bleibt? Das Leben ist zu kurz, um es mit Angst und Intoleranz zu füllen. Das ist zwar keine neue Botschaft, wird jedoch von Haggis direkt und ehrlich umgesetzt. Sein Konzept funktioniert insbesondere wegen der überzeugenden Dialogen und dem hervorragenden Darstellerensemble, allen voran der Oscarnominierte Don Cheadle ("Hotel Ruanda") und Matt Dillon, der ebenfalls eine seiner besten Leistungen liefert. "Crash" regt den Zuschauer ohne lehrmeisterlich zu wirken dazu an, seine eigenen Vorurteile und Toleranzgrenzen mal wieder kritisch zu überdenken und ist zudem ein spannendes Thrillerdrama, das seine Zuschauer zu fesseln vermag.

Einer der besten Filme die ich kenne, geht absolut unter die Haut und regt zum Nachdenken an!
09.06.2007 17:37 Uhr - antonia80
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