Lovesong für Bobby Long - 2004 - FILMREPORTER.de
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© Tobis Film

Film: Lovesong für Bobby Long

OriginaltitelA Love Song for Bobby Long
GenreDrama
Land & Jahr USA 2004
Kinostart    21.07.2005 (TOBIS Film)
FSK & Länge 119 min.
RegieShainee Gabel
DarstellerJohn Travolta, Scarlett Johansson, Gabriel Macht, Deborah Unger, Dane Rhodes, David Jensen
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Inhalt

Purslane Hominy Will (Scarlett Johansson) sitzt auf einem schäbigen Sofa in Florida und löffelt Erdnussbutter als sie fast beiläufig vom Tod ihrer Mutter erfährt. Knurrig erklärt ihr Freund Lee (Clayne Crawford), jemand hätte vor ein paar Tagen angerufen und nach ihr gefragt. Als Pursy in ihre Heimatstadt New Orleans ankommt, ist ihre Mutter bereits unter der Erde, ihre Beziehung zu Lee ist Vergangenheit. Mit wenigen Habseligkeiten bepackt steht sie am Stadtrand vor dem Haus, das ihr nun gehört. Sie blickt auf eine armselige Bruchbude, die dazu auch noch besetzt ist.

Purslane ahnt nicht, dass ihre Mutter die Baracke nicht nur ihr, sondern auch zwei verwahrlosten Männern vermacht hat. Zwangsläufig macht die Siebzehnjährige Bekanntschaft mit dem alternden Ex-Literaturprofessor Bobby Long (John Travolta) und dessen Schützling Lawson Pines (Gabriel Macht). Wenn sie nicht an einem Ginglas nippen, spielen die beiden Gelegenheitspoeten, werfen mit Zitatfetzen um sich und arbeiten an einem Buch über das Leben Bobbys. Pursy mag die Freunde ihrer Mutter nicht, dennoch bleibt sie bei ihnen. Schließlich sind sie das Einzige, was ihr von ihrer Mutter und deren Identität übrig geblieben ist.

Kritik

Es ist schwer, von Scarlett Johansson nicht verzaubert zu werden. Weder der schlabberige Freizeitlook, noch die beträchtlichen Mengen Erdnussbutter, die sie verschlingt können ihrem Charme etwas anhaben. Mit selbstverständlicher Eleganz und rührender Eindringlichkeit verkörpert sie in "A Love Song for Bobby Long" eine Siebzehnjährige, die sich auf die Suche nach der eigenen Vergangenheit macht. An ihrer Seite steht John Travolta, der mit seiner überzeugenden Leistung beweist, dass die Kritik häufig zu Unrecht an seiner Vielseitigkeit zweifelt.

Wegen seiner knapp fünfzig Lenze wirkt Bobby Long gelegentlich etwas zu jugendlich, sein müder Schritt nicht immer glaubwürdig. Trotzdem ist der Alkoholiker eine der facettenreichsten Figuren, in die Travolta in den letzten Jahren geschlüpft ist. Wie ein träger, schwermütiger Bluessong erzählt Regiedebütantin Shainee Gabel die Geschichte der jungen Pursy: langatmige Passagen wechseln sich mit sensiblen Sequenzen ab, die unter die Haut gehen. Die Handlung ist zwar nicht sonderlich originell, dennoch ist sie stilsicher inszeniert. Der etwas Gitarrenlastige Score und malerisch photographierte Sonnenuntergänge leisten ihren Beitrag dazu, über diese kleinen Schwächen großzügig hinweg zu sehen.

Lovesong für Bobby Long

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8,5  (2 User) 6,0 (Filmreporter)

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