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Fremde Haut

OriginaltitelFremde Haut
GenreDrama
Land & JahrDeutschland/Österreich 2005
Kinostart20.10.2005 (Ventura Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 97 min.
RegieAngelina Maccarone
DarstellerJasmin Tabatabai, Navid Akhavan, Manja Doering, Georg Friedrich, Thomas Goersch, Jens Münchow
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Inhalt/Kritik
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Inhalt

Mit ihre Amulett, der "Hand Fatimas", versucht Fariba (Jasmin Tabatabai) sich gegen Unheil zu wappnen. Einen Schutzengel hat die junge Iranerin dringend nötig. Die intelligente und schöne Frau flieht aus ihrem Heimatland, weil sie eine Sünde beging, die im Iran mit der Todesstrafe bestraft ist - sie liebt Frauen. Doch in Deutschland droht ihr nach der Ablehnung des Asylantrags die Abschiebung. Kurzerhand nimmt sie die Identität ihres Freundes Siamak (Navid Akhavan) an, der sich das Leben nahm. Fariba lebt in Deutschland fortan als Mann. Sie arbeitet illegal, um den falschen Pass bezahlen zu können, der ihr ein Leben als Frau ermöglichen soll. Sie findet eine Anstellung in einer Sauerkrautfabrik, in der sie Anne (Anneke Kim Sarnau) kennen lernt. Die junge Frau zeigt Interesse an dem Fremden und schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Fariba ist hin und her gerissen zwischen ihren Gefühlen und der Gefahr, enttarnt zu werden. Die Angst, von ihrer Vergangenheit eingeholt zu werden, sitzt tief.

Kritik

Seit Shakespeare's Zeiten gibt es auf der Bühne für die Damen immer wieder auch populäre Hosenrollen. "Yentl" oder "Boys Don't Cry" beweisen, dass auch das Kino auf Frauen in Männerkleidung setzt. In "Fremde Haut" stellt Jasmin Tabatabai in der Rolle von Fariba/Siamak ihre schauspielerische Wandelbarkeit ein weiteres Mal unter Beweis. Sie geht, redet, handelt wie ein Mann. Gestik und Mimik müssen übereinstimmen, um diese Frau, gefangen in einer Männeridentität, glaubhaft darzustellen. Der Stoff basiert auf keiner wahren Begebenheit, doch ist die lesbische Liebe im Iran ein absolutes Tabuthema, was die Recherche im Vorfeld erheblich erschwerte. "Fremde Haut" ist primär kein Frauen- oder Genrefilm und trotz der zentralen Asylthematik auch kein politischer Film. Ungeschminkt stellt Angelina Maccarone vielmehr den Kampfgeist und die Angst einer Immigrantin in der Illegalität heraus. Sie thematisiert Liebe, Heimat, Angst, Hoffnung exemplarisch an einer Frau, die ein äußeres und ein inneres Exil zugleich durchsteht.

Simone Seidel/Filmreporter.de

Bewertung

Bewertung
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8,0 (1 User)
7,0 (Filmreporter)

Meinungen

fremde haut

eine hervorragende schauspielerische leistung von j.tabatabei. trotz einiger unstimmigkeiten (keine frau aus dem iran gesteht z.b. mal eben offen ihre sexuelle neigung) ein... mehr

24.10.2005 21:37 Uhr - raven

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"Fremde Haut" ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit politischem Hintergrund, in dem die gebürtige Iranerin Jasmin Tabatabai ("Bandits") ihre schauspielerische... mehr

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