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Flightplan - Ohne jede Spur

OriginaltitelFlightplan
GenreDrama, Thriller
Land & JahrUSA 2005
Kinostart20.10.2005 (Buena Vista International (Germany))
FSK & Länge ab 12 Jahren• 98 min.
RegieRobert Schwentke
DarstellerJodie Foster, Peter Sarsgaard, Sean Bean, Marlene Lawston, Ina Barron, Kate Beahan
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Inhalt/Kritik
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im Kino

Inhalt

Kyle Pratt sitzt in einem Berliner U-Bahnhof. Die U-Bahn fährt ein, doch die Frau rührt sich nicht. "Flightplan - Ohne jede Spur" beginnt ganz ruhig im verschneiten Berlin. Jodie Foster kehrt als Kyle mit einer Rolle auf die Leinwand zurück, die ihr wie auf den Leib geschneidert ist. Sie spielt einmal mehr eine starke Frau, die in einer Extremsituation an ihre psychischen Grenzen stößt. Sie muss eine Entscheidung treffen: aufgeben oder kämpfen.

Die Stimmung der Berliner Anfangssequenz ist gedrückt. Kyle ist mit ihrem toten Mann im Leichenschauhaus konfrontiert. Sie wünscht ihrer Tochter Julia Pratt (Marlene Lawston) eine gute Nacht, organisiert ihre Abreise aus Deutschland. Die debile psychische Verfassung der trauernden Witwe ist ganz offensichtlich. Die Puzzleteile ergeben jedoch kein Ganzes. Was ist mit ihrem Mann geschehen? Wer sind die zwielichtigen Gestalten, die sie beobachten? Die Szenen in Berlin kommen weitgehend ohne Dialoge aus. Die Angst und die Trauer der Protagonistin sind auch ohne viele Worte ersichtlich. Das kalte, dunkle Winterlicht und die tristen Berliner Altbauten verstärken das Bild ihrer Gemütslage.

Im Flugzeug schlägt die Atmosphäre um. Das Tempo nimmt immer mehr zu. Künstliches Licht und die futuristische Flugzeugarchitektur geben dem Film einen High-Tech-Look. Mutter und Tochter machen es sich auf den Sitzbänken des Jumbo Jets bequem und schlafen. Als Kyle die Augen öffnet, ist ihre Tochter weg - ein Alptraum beginnt.

Kritik

Trotz des in Berlin situisierten Prologs ist "Flightplan" ein Kammerspiel. Dem Flugzeuginneren des fiktiven und hochmodernen E-474 Jumbo-Jets kommt eine besondere Bedeutung zu. Das beklemmende Innere der Maschine setzt Kameramann Florian Ballhaus, der das filmische Auge seines Vaters Michael ("Das Boot") geerbt hat, gekonnt in Szene. Er führt uns in die hintersten Winkel des Riesen-Jets. Selbst der Passagierbereich wird zur Bedrohung, hinter jedem Sitz lauert die Gefahr. Jodie Foster ist selbst Mutter, sie spielt die Panik und Kreativität der verzweifelten Kyle perfekt aus. Ihrer Darstellung der Selbstzweifel, Mutterinstinkt, stahlharte Nerven und Intelligenz ist sehr plastisch. Fosters Kyle ist für den Plot und auch optisch der zentrale Dreh- und Angelpunkt des Thrillers. Die Kamera kreist ständig um sie. Jodie Foster meistert die "One-Woman-Show" mit Bravour. Nach gerade mal zwei Spielfilmen ("Tattoo", "Eierdiebe") bekam der deutsche Regisseur Robert Schwentke den Lockruf aus Hollywood vernahm. Der düstere Thriller "Tattoo" überzeugte offenbar die Produzenten und in der Folge auch Jodie Foster. Er bekam gleich drei Filmangebote aus der Traumfabrik. "Flightplan" ist das erste der drei Projekte. Die Kurse des Philosophie-Absolventen am American Film Institute haben sich damit definitiv ausgezahlt!

Simone Seidel/Filmreporter.de

Flightplan - Ohne jede Spur

Bewertung

Bewertung
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5,5 (4 User)
5,0 (Filmreporter)

Meinungen

Flightplan

Klasse Film. Am Anfang komme ich nicht draus, aber mit der Zeit kommt Spannung auf und man kann teilweise selbst errechnen, was sie tun wird. Man hätte nie gedacht, warum... mehr

13.10.2006 21:26 Uhr - adrienfan
Der Flieger schmiert nach der Hälfte ab...

Meiner Meinung nach ist der Film in der erste Hälfte extrem spannend, die Frage nach dem Verbleib des Kindes, das nie an Bord gewesen zu sein scheint, beschäftigte mich... mehr

27.03.2006 10:36 Uhr - Daze
Klasse!

Bin komplett anderer Meinung. Es ist schwer, einen vollen Spielfilm in nur einer Räumlichkeit zu drehen, ohne dass es langweilig wird, soviel ist klar. Jodie foster gehört zu... mehr

22.03.2006 13:54 Uhr - Serafina

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