| Originaltitel | Polly Blue Eyes |
| Genre | Komödie |
| Land & Jahr | Deutschland 2005 |
| Kinostart | 03.11.2005 (NFP marketing & distribution) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 101 min. |
| Regie | Tomy Wigand |
| Darsteller | Susanne Bormann, Matthias Schweighöfer, Meret Becker, Ulrich Noethen, Tom Deininger, Jana Pallaske |
| Links | IMDB |
Polly (Susanne Bormann) wird endlich aus dem Jugendknast entlassen. Von nun an möchte die 20-jährige ein neues, hoffentlich besseres Leben führen. Sie sucht sich einen Job und eine eigene Wohnung. Bei ihrer kleinkriminellen und chaotischen Familie will sie nicht länger bleiben. Während die junge Frau ihre Strafe im Gefängnis absaß, plünderten die Eltern (Meret Becker und Ulrich Noethen) sogar ihr Sparschwein. Vater Herbert versucht seinen Fehler mit einem Überfall auf einen Getränkemarkt gut zu machen. Der Plan stammt von Ronny (Matthias Schweighöfer). Der neue Freund von Pollys Schwester (Maxi Warwell) will die gesamte Familie bei dem Coup dabei haben. Die Ex-Strafgefangene wehrt sich heftig gegen Ronny und seine krummen Ideen. Doch der Draufgänger lässt sie nicht in Ruhe. Zudem stellt Ronny ihr nach. Dabei ist Polly doch frisch verliebt. Kann ihr neuer Freund (Sebastian Ströbel) dem Mädchen helfen, auf dem rechten Weg zu bleiben? Schließlich ist er Polizist.
Tomy Wigand erzählt zugleich eine Liebesgeschichte und einen Krimi. Die ersten Schritte einer Strafgefangenen in Freiheit veranschaulicht der Regisseur mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er führt an, dass die junge Frau Schwierigkeiten mit der neuen Lebenssituation hat. Mehr als an der Oberfläche dieser ernsten Thematik kratzt er aber nicht. Wigands Augenmerk gilt vielmehr den Figuren, die allesamt einen - nahezu liebenswerten - Knacks haben. Die Macken und Eigenheiten der Protagonisten bieten der Geschichte ihren Nährstoff, gestalten sie unterhaltsam und kurzweilig. Für eine abwechslungsreiche Komposition sorgen außerdem die Schauspieler, die eine herrlich-komische Show zum Besten geben. Susanne Bormann ("Nachtgestalten") überzeugt als freche, lebenslustige Ex-Kriminelle und gewinnt sicherlich die Zuneigung des Publikums. Des Weiteren glänzen Ulrich Noethen und Meret Becker als die Eltern des Mädchens und Maxi Warwel als Pollys ältere Schwester. Zusammen stellen die drei eine hervorragend-einfältige Familie dar. Zu Bedauern ist nur, dass der eine oder andere Gag deplaziert ist. Leider verlieren die Drehbuchautoren dann und wann den roten Faden ihres Plots. An mancher Stelle verwirren sich die Handlungsstränge, lösen sich aber kurz darauf wieder. Im Ganzen betrachtet, ist "Polly Blue Eyes" eine reizvolle Krimikomödie, dessen kleine Mängel durch seinen Humor ausgeglichen wird.
hat etliche gute filmeinflüsse und ist im resumée kurzweilig und gelungen. tip: vorher schon alles bereit legen & das "örtchen" besuchen ;-)
15.01.2010 04:27 Uhr - nrw42000Tomy Wigand erzählt zugleich eine Liebesgeschichte und einen Krimi. Die ersten Schritte einer Strafgefangenen in Freiheit veranschaulicht der Regisseur mit einem lachenden und... mehr