| Originaltitel | Stay |
| Genre | Drama, Thriller |
| Land & Jahr | USA 2005 |
| Kinostart | 23.02.2006 (Kinowelt Filmverleih) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 99 min. |
| Regie | Marc Forster |
| Darsteller | Ewan McGregor, Ryan Gosling, Kate Burton, Naomi Watts, Elizabeth Reaser, Bob Hoskins |
| Homepage |
http://www.stay-der-film.de/ |
| Links | IMDB |
Henry Letham (Ryan Gosling) ist sichtlich überrascht als statt seiner gewohnten Psychologin der neue Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) vor ihm steht. Diesem gelingt es ganz allmählich trotzdem, das Vertrauen des jungen Patienten zu gewinnen. Doch Fosters Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, als ihm sein Henry eröffnet, dass er sich an seinem 21. Geburtstag das Leben nehmen wolle. Sam, der bereits seine schöne Freundin Lila (Naomi Watts) nach einem Selbstmordversuch erfolgreich behandelte, hat drei Tage Zeit, Henry von seinem tödlichen Plan abzubringen. Doch je näher die Deadline heranrückt, umso mehr verstrickt sich der Psychiater in das Leben seines Klienten. Unheimliche Dinge geschehen und Henrys Vorhersagen treffen auf mysteriöse Weise ein. Bald zweifelt nicht nur Lila an der psychischen Gesundheit des Psychiaters. Doch die Zeit rast, Henry ist von seinem Vorhaben nicht abzubringen.
Realität ist relativ - das wird in dem verunsichernden Psycho-Thriller "Stay" schnell deutlich. Der Zuschauer wird in eine düstere Geschichte hineingezogen, in der Traum und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen. Optisch ist der Psychotrip bestechend umgesetzt. Der deutsche Regisseur Marc Forster benutzt ungewöhnliche und phantasievolle Schnitte, rasante Kamerabewegungen und kunstvolle Montagen. So beklemmend die Geschichte, so aufregend ist deren Optik. Intensiviert wird die Wirkung des Films durch das perfekte Spiel der Schauspieler. Ewan McGregor mimt den engagierten, mehr und mehr verunsicherten Psychiater ebenso überzeugend wie Naomi Watts die verletzliche, dabei dennoch starke Frau an seiner Seite. Newcomer Ryan Gosling gibt ein eindrucksvolles Portrait eines sensiblen und intelligenten jungen Mannes, der die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern zu tragen scheint. Doch wer von einem Thriller eine konsequent entwickelte Logik erwartet, sollte bei "Stay" vorsichtig sein. Die Geschichte ist in sich absolut schlüssig, darf aber nicht mit rationalen Maßstäben gemessen werden. Ein Rest Verwirrung bleibt. Marc Forsters neuer Regiestreich ist außergewöhnlich, verwirrend, intelligent und ein echter Augenschmaus.

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