| Originaltitel | Inland Empire |
| Genre | Drama, Mystery |
| Land & Jahr | USA/Polen/Frankreich 2006 |
| Kinostart | 26.04.2007 (Concorde Filmverleih) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 172 min. |
| Regie | David Lynch |
| Darsteller | Laura Dern, Jeremy Irons, Harry Dean Stanton, Justin Theroux, Scott Coffey, Mikhaila Aaseng |
| Homepage |
http://www.concorde-film.de |
| Links | IMDB |
"Inland Empire" erzählt die Geschichte der Dreharbeiten zu einem Kinofilm, dem Casting hierfür und Nikki (Laura Dern), die die Chance auf ihr Comeback nutzen will. Sie soll die Hauptrolle in dem Liebesdrama über eine verhängnisvolle Affäre zu einem Südstaaten-Gentleman spielen. Nikki findet heraus, dass der Film schon einmal gedreht worden ist, ohne jedoch beendet worden zu sein. Der Grund: beide Hauptdarsteller wurden ermordet, bevor der Film fertig gedreht war. Zudem beginnt sie eine Affäre mit ihrem Kollegen, obwohl diese verheiratet sind. Die Dreharbeiten werden zunehmend mysteriöser.
Der Film beginnt mit dem Blick auf eine Nadel in einer Plattenrille, einer Anspielung auf die "Mulholland Drive"-Erkenntnis "No Hay Banda/Es gibt keine Band" ergo: alles ist Illusion. Es lassen sich weitere Anspielungen auf vorhergehende Filme von David Lynch finden. Bei der Premiere in Venedig 2006 deutete Lynch an, man könne "Inland Empire" im weitesten Sinne als Synonym für das Hauptfilmthema, die vom menschlichen Körper Besitz ergreifende Panik und Angst sehen. Das ist der rote Faden, der sich - wenn auch erst nach einigem Grübeln - erkennen lässt. Es geht hauptsächlich darum, warum und wovor der Mensch Angst hat. Nikki hält dabei die einzelnen Teile des Film zusammen, spielt einmal die Dame aus feiner Gesellschaft und dann wieder eine Prostituierte. Mit fortschreitender Dauer des Film spürt Nikki, dass ihre Suche nach der eigenen Identität in den unterschiedlichen Filmwelten hintergründig eine Konfrontation mit ihren eigenen Ängsten ist. Die schauspielerische Leistung von Laura Dern ist hervorzuheben. Wie für Lynch typisch, lässt sich die Handlung nicht so leicht erfassen. Dafür lassen die unzähligen miteinander verzahnten Handlungsstränge und Handlungswechsel über die 170 Minuten Dauer jedoch viel Raum für umfangreiche Interpretationen.

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