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De nadie

OriginaltitelDe nadie
GenreDokumentarfilm
Land & JahrMexiko 2005
Kinostart23.03.2007
FSK & Länge ab 12 Jahren
RegieTin Dirdamal
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Inhalt

Die Dokumentation des jungen mexikanischen Regisseurs Tin Dirdamal schildert den Leidensweg mittelamerikanischer Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko in die USA. Die meisten von ihnen erreichen nicht einmal die mexikanisch-amerikanische Grenze. Viele scheitern angesichts der Gewalt von kriminellen Banden, die sich auf Überfälle auf Migranten spezialisiert haben. Dirdamal beginnt seine Dokumentation mit Marias Schicksal. Maria ist Mutter mehrerer Kinder. Um die Prostata-Operation ihres Mannes zu bezahlen und ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen sah sich Maria gezwungen, in die USA zu emigrieren. Nach drei Tagen wurde ihre Gruppe überfallen, Maria mehrmals vergewaltigt und ihre Freunde zum Teil schwer misshandelt. "De Nadie" erzählt auch das Schicksal anderer Migranten, die mit Hilfe des berühmt berüchtigten Zuges "La Bestia en Hierro" bis an die nördliche Grenze Mexikos kommen wollten. Doch organisierte Verbrecherbanden wissen dies zu verhindern. So stellt nicht die nicht minder kriminell handelnde USA das Hindernis Illegaler Einwanderer dar, sondern in erster Linie Mexiko und eine organisierte Kriminalität, der auch viele Polizisten angehören.

Kritik

Tin Dirdamals erste Dokumentation entstand per Zufall. Er arbeitete als Volontär bei einem Projekt in Veracruz, das Migrantenfamilien unterstützt und hilft. Dort erlebte er am eigenen Leib das Schicksal von Menschen, die durch äußere Umstände gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen und in die USA zu flüchten, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit einer einzigen Handkamera gefilmt und nur rund acht Stunden Rohmaterial entstand eine erschütternde Dokumentation über den Umgang gegenüber mittelamerikanischen Migranten in Mexiko. Dirdamal unterteilt seine Dokumentation in mehrere Teile, ohne seinen roten Faden zu verlieren. Diese Teile versetzt er mit Unterüberschriften, die den Inhalt bestens wiedergeben. Die narrative Brücke bildet das Schicksal von Maria, einer Mutter aus Honduras. "De Nadie" beeindruckte auch das nordamerikanische Publikum. Es gewann beim Sundance Festival 2006 den Publikumspreis.

Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de

Bewertung

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