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Irina Palm

OriginaltitelIrina Palm
GenreDrama
Land & JahrBelgien/Luxemburg/Großbritannien 2007
Kinostart14.06.2007 (X Verleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 103 min.
RegieSam Garbarski
DarstellerMarianne Faithfull, Miki Manojlovic, Kevin Bishop, Siobhan Hewlett, Corey Burke, Malina Ebert
Homepage http://www.irinapalm-derfilm.de/
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Inhalt/Kritik
Techn. Daten
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im Kino

Inhalt

Maggie (Marianne Faithfull) braucht dringend Geld. Ihr Enkel Olly (Corey Burke) ist schwer erkrankt, und braucht dringend eine reure medizinische Behandlung, die einzig im australischen Melbourne gewährleistet werden kann. Kostenpunkt: 6.000 Pfund. Den Eltern Tom (Kevin Bishop) und Sarah (Siobhan Hewlett) wächst die Lage langsam über den Kopf, da Tom seit langem arbeitslos ist. Hausfrau und Großmutter Maggie ist gewillt alles zu tun, um das Geld aufzutreiben. Als sie im Londoner Vergnügungsviertel Soho einen Anschlag eines Sexshops erblickt, zögert sie nur kurz. Das Etablissement sucht nach einer Hostess. Doch im Büro des mürrischen Betreibers Miki (Miki Manojlović) muss Maggie feststellen, dass ihre antiquierte Vorstellung eines Hostessenjobs nichts mit der Definition in einem Rotlicht-Betrieb zu tun hat. Bei Miki sitzen die Hostessen hinter faustgroßen Löchern einer Wand. Durch die Öffnung stecken aufgeheizte Kunden des Erotikshops ihre Männlichkeit, die von den Hostessen mit eingegelten Händen in Empfang genommen und befriedigt werden. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten arrangiert sich Maggie mit ihrer neuen Aufgabe. Schon bald ist sie - aufgrund ihrer zarten Hände - Irina Palm - die wichsende Witwe von Soho.

Kritik

Der Münchener Regisseur Sam Garbarski inszeniert eine komödiantische Geschichte vor sozialkritischem Hintergrund. Er achtet peinlich darauf, die Story nicht ins Pornographische abgleiten zu lassen. Mit viel Charme entspinnt sich die ungewöhnliche Suche einer verzweifelten Mittelklasse-Großmutter in artfremdem Terrain nach Anerkennung und angemessenem Honorar. Marianne Faithfull gibt der tragenden Figur die notwendige Glaubwürdigkeit, und so können sich die Zuschauer vertrauensvoll auf ihre Abenteuerreise einlassen. Auch der serbische Mime Miki Manojlović besticht mit seiner Verkörperung des müden Sexshop-Betreibers Miko. Ihr Zusammenspiel verleiht der Story ihre dramaturgischen Eigenheiten. "Irina Palm" ist zugleich ein Plädoyer für die Menschen am Rande der Gesellschaft, als auch die cineastische Offenbarung, dass sich Liebe und Zuneigung auch an ungewöhnlichen Orten verstecken. Eine hoffnungsvolle Darstellung in Moll, die durch die eindringlichen Klänge der belgischen Tonkünstler Ghinzu nachhaltig unterstützt wird. Garbarski zählt mit seinem Werk zu den Hughlights der Internationalen Filmfestspiele von Berlin 2007.

Timo Buschkämper/Filmreporter.de

Irina Palm

Bewertung

Bewertung
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8,0 (2 User)
7,0 (Filmreporter)

Meinungen

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