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Ploy

OriginaltitelPloy
GenreThriller
Land & JahrThailand 2008
FSK & Länge 107 min.
RegiePen-Ek Ratanaruang
DarstellerAnanda Everingham, Lalita Panyopas, Porntip Papanai, Thaksakorn Pradapphongsa, Apinya Sakuljaroensuk, Pornwut Sarasin
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Inhalt

Die Eheleute Wit (Pornwut Sarasin) und Dang (Lalita Panyopas) fliegen für eine Beerdigung von den USA nach Thailand. Um 5:30 Uhr kommen sie an und leiden heftig unter dem Jetlag. Deshalb checken sie erst einmal in ein Hotel nahe dem Flughafen ein, um noch ein paar Stunden zu schlafen. Wit kommt nicht zur Ruhe und geht an die Hotelbar, um sich Zigaretten zu besorgen. Dort trifft er auf die junge Ploy (Apinya Sakuljaroensuk). Die beiden verstehen sich auf Anhieb, nach einer anregenden Unterhaltung lädt Wit sie ein, bis zu dem Treffen mit ihrer Mutter in seinem Zimmer auf der Couch zu schlafen. Dang ist davon überhaupt nicht begeistert. Zwar empfängt sie Ploy freundlich, macht ihrem Mann dennoch bittere Vorwürfe, eine Fremde auf das Hotelzimmer genommen zu haben. Der Streit endet in einer Diskussion über ihre unglückliche Ehe. Da Dang nun erst recht nicht mehr schlafen kann, geht sie in den Coffeeshop. Sie fühlt sich geschmeichelt, als ein Fremder sie auf ihre Vergangenheit als Schauspielerin anspricht. Seit langem wird sie erstmals wieder von einem Fan erkannt. Er lädt sie zu sich nach Hause ein, doch dort stellt sich heraus, dass er nicht derjenige ist, der er vorgibt zu sein...

Kritik

Regisseur und Drehbuchautor Pen-Ek Ratanaruang thematisiert in seinem Werk Probleme, die vielen Eheleuten bekannt vorkommen dürften. Obwohl er selbst nie verheiratet war, sprach er mit seinen Freunden über die Schwierigkeiten und Streitigkeiten, die in mehrjährigen Beziehungen oft auftreten. "Meine verheirateten Freunde denken, dass es schlau von mir sei, nie zu heiraten und Single zu bleiben. Dadurch stellen sich mir diverse Fragen. Gibt es eine glückliche Ehe? Wenn ja, was ist eine glückliche Ehe? Ist es unvermeidbar, dass das sexuelle Verlangen in einer langjährigen Beziehung nachlässt? Ersetzt Freundschaft und Sicherheit die Liebe und das Verlangen? Können Paare jemals Einsamkeit empfinden?" Der Zuschauer wird in dem Film in eine beobachtende Position gedrängt. Durch die voyeuristischen Kameraeinstellungen entsteht eine interessante und ungewöhnliche Betrachtungsweise, die eine wesentliche Aussage des Films ergänzt: Jeder Mensch hat Geheimnisse. Ist dieser Aspekt für eine Ehe förderlich oder schadet sie der Beziehung? Jeder beobachtet den anderen, ob aus einem Versteck heraus oder ganz offen. Das Drama stellt viele Fragen, die meisten muss sich der Zuschauer am Ende selbst beantworten. Dank mehrerer spontaner und überraschender Wendungen bleibt der Film, der insgesamt recht langsam erzählt ist, durchweg spannend.

Indra Fehse/Filmreporter.de

Ploy

Bewertung

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