| Originaltitel | Ulzhan | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Kasachstan/Deutschland/Frankreich 2007 | |
| Kinostart | 06.12.2007 (X Verleih) | |
| FSK & Länge | ab 6 Jahren• 105 min. | |
| Regie | Volker Schlöndorff | |
| Darsteller | Ayanat Ksenbai, Philippe Torreton, David Bennent, Maximilien Muller, Olga Landina, Serguey Urimtchev | |
| Homepage |
http://www.x-verleih.de/x-verleih/kin... |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
Noch keine Userbewertungen Noch keine Userkommentare Redaktion:8.0
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Charles (Philippe Torreton) ist eine entrückte Person. Wie abwesend wandert der Franzose durch Kasachstans Steppe. Kurz nach der Grenze hat er sein Auto stehen gelassen, jetzt ist er zu Fuß unterwegs. Mit sich hat er nur eine Lederreisetasche, die ihm im Laufe der Zeit die Hand blutig scheuert. Nach und nach entledigt er sich jeglicher Habe. Nur ein verblasstes Familienfoto und eine Postkarte bewahrt er wie eine Reliquie. Die Reste einer Vergangenheit, die anders ist, als das gegenwärtige triste Dasein. War es vielleicht sogar eine glückliche Vergangenheit? Um diese wieder zu finden, oder sie zu vergessen, steuert er nun Richtung Osten ins Herz Zentralasiens. Auf dem Weg begegnen ihm bizarre Gestalten, so der Wortverkäufer Shakuni (David Bennent) und die schöne Lehrerin Ulzhan (Ayanat Ksenbai). Beide wollen ihm bei seiner verzweifelten Suche helfen.
Langsam streift die Kamera über die weite Landschaft. Weit und breit ist keine Bewegung auszumachen, nur der seltsame Anblick des einsamen Charles fällt in den Blick. Altmeister Volker Schlöndorff bedient sich langer, ruhiger Kamerafahrten durch die kasachische Steppe. Ruhe und Melancholie sind auch die Grundstimmungen des Dramas. Die Motive sind der Tod, die Liebe, Träume aus der Vergangenheit. Doch nichts davon wird laut ausgesprochen. Als würde die Größe dieser Gefühle durch das profane Aufsagen banalisiert. Nicht ist gewöhnlich in diesem Film. Das Personenensemble ist so bizarr wie liebenswürdig. Ein Europäer, der in Asien möglicherweise den Tod sucht, eine junge Frau, die ihn zu retten sucht und ein Wortverkäufer, der versuch alte Worte vor dem Aussterben zu bewahren."Es ist ein sehr lyrischer Film, eine Liebesgeschichte fast ohne Worte. Zur Abwechslung mal keine Literatur, keine Politik, auch keine Vergangenheitsbewältigung, sondern reine Kür, eine Hymne auf das Leben - wie es meinem Alter ansteht", so Regisseur Schlöndorff über seine melancholische Ode an das Leben.
