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Als der Wind den Sand berührte

OriginaltitelSi le vent soulève les sables
GenreDrama
Land & JahrBelgien/Frankreich 2006
Kinostart26.07.2007 (Kinowelt Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 96 min.
RegieMarion Hänsel
DarstellerIsaka Sawadogo, Carole Karemera, Asma Nouman Aden, Emile Abossolo M'bo
Homepage http://www.alsderwind.kinowelt.de/
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Inhalt

Rahne (Issaka Sawadogo) lebt mit seiner Frau Mouna (Carole Karemera) und den drei Kindern in einem Dorf inmitten der Wüste. Wegen der ungewöhnlich langen Trockenzeit ist der nächste Brunnen mehrere Stunden Fußmarsch entfernt. Um zu überleben, muss die Familie ihr Zuhause aufgeben und in eine andere Gegend ziehen. Während sich die Dorfmehrheit dafür entscheidet, den längeren, jedoch sicheren Weg nach Süden zu nehmen, zieht Rahne mit einer anderen Familie nach Norden. Der Weg ist hart und sehr gefährlich, denn das Land wird von Rebellen kontrolliert. Das erste Wasserloch täuscht noch eine friedliche Idylle vor, doch das zweite wird bereits von skrupellosen Soldaten kontrolliert. Diese schicken die beiden Familien mit einer falschen Karte in die Wüste. Die glühendheiße Sonne, das fehlende Wasser und die Dürre fordern schnell erste Opfer. Mouna wird krank und kann den steinigen Weg kaum noch bewältigen. Zudem verlieren sie ihren ältesten Sohn an eine Rebellengruppe. Die Überlebenschancen der Familie sind gering.

Kritik

Marion Hänsels Drama basiert auf Marc Durin-Valois' Roman "Chamelle". Dieser wurde mit dem "Prix de la Francophonie" ausgezeichnet, weshalb sich Hänsel dafür entschied, den Film ebenfalls in französischer Sprache zu drehen. Dies war eine gute Entscheidung, da der Film sonst viel von seiner Authentizität verloren hätte. Den Schauspielern und ihren Maskenbildnern gelang es hervorragend, die zunehmende Schwere des Weges in die Gesichter zu zeichnen. Wüstenstaub und körperliche Schwäche in Folge der extremen Bedingungen spiegeln sich in den Gesichtern der Hauptdarsteller wieder. Zeigen die ersten Szenen noch strahlende Kinder und bunte Farben, so wird der Film mit fortschreitender Handlung grauer, leiser und bedrückender. Szenen, in denen ein Flugzeug hoch oben am Himmel seinen Kondensstreifen hinterlässt, lassen das Publikum erwachen. Ein unsichtbarer erhobener Zeigefinger scheint eine Mahnung auszusprechen, kostbarer mit dem wertvollen Gut "Wasser" umzugehen. Ob diese Botschaft jeden Zuschauer erreicht?

Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de

Als der Wind den Sand berührte

Bewertung

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