| Originaltitel | Ensemble, c'est tout |
| Genre | Romanze |
| Land & Jahr | Frankreich 2007 |
| Kinostart | 16.08.2007 (Prokino Filmverleih) |
| FSK & Länge | 97 min. |
| Regie | Claude Berri |
| Darsteller | Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Alain Sachs, Firmine Richard |
| Homepage |
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| Links | IMDB |
Das französische Naturtalent Audrey Tautou mimt eine einsame Zugehfrau, die ihren Beruf aus Trotz und nicht aus Geldnot nachgeht. Camille geht lieber ihren eigenen Weg, als in die Fußstapfen ihrer Mutter, einer galanten Dame der Gesellschaft, zu treten. Mehr oder weniger zufällig verschlägt es Camille in ein Pariser Appartement mit zwei gewöhnungsbedürftigen Mitbewohnern. Einer von Ihnen ist Philibert (Laurent Stocker), ein stotternder, gutmütiger Museumsverkäufer von adliger Herkunft. Der andere Genosse heißt Franck (Guillaume Canet), ein egozentrischer und unnahbarer Gourmetkoch, der Frauen wie Hemden wechselt. Einzig seine erkrankte Großmutter scheint dem verkorksten Playboy am Herzen zu liegen. Wen überrascht es da, dass sich die ungewöhnliche Wohngemeinschaft eher recht als schlecht zusammenrauft.
Anna Gavaldas erfolgreicher Roman handelt von Isolation, Selbstzweifeln, aber auch von Freundschaft, Anerkennung und dem Gefühl, so geliebt zu werden, so wie man ist. Unverblümt zeigt die Autorin die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen, die durch die Aufs und Abs des täglichen Zusammenlebens entstehen. Es ist ber gerade diese direkte und ehrliche Schilderung, die funktioniert. Gavaldas Figuren sind ungeschliffen. Es sind gerade ihre Fehler und Schwächen, die sie so sympathisch erscheinen lassen. Sie sind derart liebenswürdig unvollkommen, dass sich der Zuschauer gerne mit ihnen identifiziert. Dies ist auch den schauspielerischen Leistungen zu verdanken. Die Darsteller sind ideal besetzt, sie geben ihre Rollen glaubwürdig wieder. Besonders Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amélie") beweist ein unglaubliches Gespür für ihren Beruf. Sie spielt mit Fingerspitzengefühl, sehr nuanciert, unaufdringlich. Sie versteht sich auf die richtige Dosierung. Keine der Gesten, keine der Gebärden ist zu viel oder zu wenig.
Lob verdient auch Regisseur Claude Berri. Der Filmemacher gibt seiner Story ausreichend Raum, sich zu entfalten. Sie wird nicht von unnötigen Details ausgebremst. Nur selten verlangsamt sich der Erzählfluss durch ein paar wenige überflüssige Szenen, findet aber immer wieder schnell zum flotten Takt zurück. Allerdings kippt die Story gegen Ende beinnahe ins Klischeehafte, rettet sich aber gerade noch rechtzeitig ans richtige Ufer. Da der gut Spannungsbogen aufgebaut ist, verzeiht man diese kleinen Störfaktoren schnell.

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