| Originaltitel | American History X |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | USA 1998 |
| Kinostart | 25.02.1999 (Kinowelt Filmverleih) |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 118 min. |
| Regie | Tony Kaye |
| Darsteller | Edward Norton, Edward Furlong, Beverly D'Angelo, Avery Brooks, Jennifer Lien, Ethan Suplee |
| Links | IMDB |
Nachdem Danny Vinyard (Edward Furlong) bei seinem jüdischen Geschichtslehrer einen rassistischen Aufsatz mit dem Titel "Mein Kampf" abgegeben hat, droht ihm ein Schulverweis. Sein schwarzer Lehrer Dr. Bob Sweeney (Avery Brooks) setzt sich für ihn ein und stellt dem Schüler eine Bedingung. Er darf an der Schule bleiben, sofern er bis zum folgenden Tag einen Aufsatz über seinen großen Bruder Derek (Edward Norton) schreibt, der heute aus dem Gefängnis entlassen wird. Danny beginnt, sich mit der Geschichte seines Bruders auseinanderzusetzen. Nach dem Tod des Vaters driftete der charismatische und hochbegabte Derek in die Neonazi-Szene ab. Für den Mord an zwei schwarzen Einbrechern wurde er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, gleichzeitig avancierte er in der Szene zu einer Art Führer-Inkarnation. Danny begrüßt sein großes Vorbild standesgemäß mit kahlrasiertem Schädel, doch Derek reagiert nicht wie erwartet. Im Gefängnis hat der junge Mann einen Wandel durchgemacht und sich von der Nazi-Ideologie seines Mentors Cameron Alexander (Stacy Keach) abgewandt. Dieser ist darüber nicht gerade erfreut, doch der hat schon Ersatz gefunden und Danny unter seine Fittiche genommen.
"American History X" ist ein ambitioniertes, filmisches Statement gegen Rassismus. Regisseur Tony Kaye beeindruckt mit stimmigen Perspektivwechseln zwischen den beiden Hauptfiguren. Edward Norton ist hier in der wohl überzeugendsten Rolle seiner bisherigen Karriere zu sehen. Spielte er bis zu diesem Film eher zurückhaltende und freundliche Charaktere ("Alle sagen - I Love You", "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit") so bricht er in diesem Drama mit seinem Image und beeindruckt durch die Darstellung eines brutalen, hasserfüllten Neonazis. Das brachte dem Schauspieler eine Oscarnominierung ein. Besagter Bruch vollzieht sich auch auf physischer Ebene. Vor Drehbeginn trainierte sich Norton einen muskulösen Körper an. Der Film nimmt zu jedem Zeitpunkt eine klare Haltung gegen Rassismus ein, Norton spielt allerdings auch vor seiner filmischen Läuterung seine Figur hochgradig charismatisch - dies brachte ihm Kritik ein. Lobenswert ist die Weise, in der Kaye den Wandel seiner Hauptfiguren vollzieht. Die Kehrtwende der glatzköpfigen Brüder ist nicht an den Haaren herbeigezogen, um die Botschaft zum Tragen kommen zu lassen, sondern ist glaubwürdig.

Ich glaube auch, dass der Film durchaus Schulpotential hat, dennoch glaube ich, dass man vorsichtig mit diesem Thema umgehen muss. Die FSK ist nicht umsonst da und die... mehr
06.05.2009 17:41 Uhr - Andi06
Leider gibt es immernoch Menschen die diesen Film nicht verstehen und komplett falsch interpretieren. Es muss einfach noch viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden!... mehr
21.11.2008 12:15 Uhr - Llewellyn (gelöscht)... sehr bewegend, zum dachdenken, krass, meisterhaft gespielt, ein bisschen derb und ein trauriges Ende! Da gibt es so ne Szene, da spulen die meisten Männer weiter! Kann man... mehr
18.08.2005 07:08 Uhr - suesserTeufel
Edward Norton wurde bei den Art For Life-Awards der Rush Philanthropic Arts Foundation für sein soziales Engagement geehrt. Mary J. Blige wurde ebenfalls prämiert. weiter
Mickey Rourke wird in "The Ice Man" zum Auftragskiller Richard Kuklinski. 40 Jahre lang führt dieser neben seinem tödlichen Job ein Dasein als Familienvater in New Jersey. weiter