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Königreich Arktis

OriginaltitelArctic Tale
GenreDokumentarfilm
Land & JahrUSA 2007
Kinostart31.10.2007 (Universum Film)
FSK & Länge 90 min.
RegieAdam Ravetch, Sarah Robertson
DarstellerQueen Latifah, Katrina Agate, Zain Ali, Preston Bailey, Kwesi Boakye, Michael Huang
Homepage http://www.universumfilm.de/theatrica...
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Inhalt

In zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen lernen wir Nanu, das Eisbärenmädchen und Seela, das Walrossmädchen kennen. Beide wurden gerade erst geboren. Sie brauchen die ständige Aufsicht ihrer Mütter. Natürlich ist auch für Nanu alles neu. Zusammen mit ihrer Mutter tollt sie im Schnee herum. Auch Seela geht auf Entdeckungsreisen. Nanu und Seela haben kaum natürliche Feinde. In Acht nehmen müssen sie sich allerdings vor einem männlichen Eisbären, der immer wieder die Ruhe der glücklichen Familien bedroht. Doch bald schon kommt eine neue Gefahr auf.

Diesen Feind kann man auf den ersten Blick kaum wahrnehmen. Es ist der immer schneller fortschreitende Klimawandel. Obwohl der Sommer vorbei ist, will das Meer nicht zufrieren. Erst mit dreimonatiger Verspätung werden die Schollen dick genug, um die Eisbären zu tragen. Erst jetzt können sie zur Jagd aufbrechen. Durch die verringerte Dichte der Eisschicht wird auch der natürliche Schutz vor den gewaltigen Stürmen immer kleiner. Darunter leiden die Walrösser. Das fehlende Eis zwingt Seela zum Umzug auf eine Felseninsel. Der Hunger wird Nanu auf dieselbe Reise schicken. Kaum sind sie angekommen, geht für beide der Überlebenskampf in die nächste Runde. Bald werden sich ihre Schicksalswege kreuzen.

Kritik

In prachtvollen Bildern zeigen die Filmemacher Adam Ravetch und Sarah Robertson die Schönheit und Gefahren, die das Leben in der Arktis mit sich bringt. Das Ehepaar zeigt in seiner Naturdokumentation, welchen unvorstellbar vielfältigen Lebensraum wir verlieren, wenn wir den Klimaschutz nicht vorantreiben. In einem Nachwort wird darauf hingewiesen, dass das Eis der Arktis bis zum Jahr 2040 komplett zu schmelzen droht. Anhand der Protagonisten Nanu und Seela wird die Geschichte für das Publikum - auch für Kinder - verständlich.

Durch die Namensgebung der kleinen tierischen Hauptdarsteller vermenschlichen die Filmemacher ihre Geschichte. Unterlegt ist die Dokumentation von einem abwechslungsreichen Soundtrack, der die humorvollen, traurigen und spannenden Momente gekonnt und emotionell unterlegt. "Königreich Arktis" ist kein Dokumentarfilm, der objektiv bleibt. Ravetch und Robertson wollen es nicht dem Publikum überlassen, was es von der Thematik hält. Sie schufen ein suggestives, zum Handeln auffordernden Film, der klar Stellung bezieht. Die Botschaft ist, dass wenn jetzt nichts passiert, die Rettung misslingen muss.

Jens Christian Johannsen/Filmreporter.de

Königreich Arktis

Bewertung

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