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© Warner Bros. Pictures

Helen

OriginaltitelHelen
GenreDrama
Land & JahrDeutschland/USA 2009
Kinostart26.11.2009 (Warner Bros. Pictures)
RegieSandra Nettelbeck
DarstellerAshley Judd, Goran Visnjic, Lauren Lee Smith, Alexia Fast, Alberta Watson, David Nykl
Homepage http://www.helen-derfilm.de
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Inhalt/Kritik
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im Kino

Inhalt

Klavierlehrerin Helen (Ashley Judd) führt ein unbekümmertes Leben. Nach einer gescheiterten Ehe ist sie mit David (Goran Visnjic) glücklich verheiratet. Ihre Tochter pubertiert zwar heftig, doch davon merkt die Familie recht wenig. Helens Leben verläuft also recht problemlos. Gäbe es da nicht immer wieder Momente großer Unzufriedenheit und Traurigkeit, die einen immer größeren Platz in ihrem Leben einnehmen, ohne dass dies Helen bewusst wird. Erst als es beinahe zu spät ist, wird ihr klar: Sie hat eine schwere Depression. David und Julie (Alexia Fast) müssen hilflos mit ansehen, wie sich Helen immer mehr abschottet, weder ihre Hilfe noch jene von Ärzten annimmt und in ihrer Verzweiflung mehrere Selbstmordversuche unternimmt. Einzig ihre ehemalige Schülerin Mathilda (Lauren Lee Smith) findet Zugang zu der Leidenden. Doch diese hat selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen und ist, wie David findet, keine richtige Hilfe. Doch Helen fühlt sich von Mathilda verstanden und lehnt alles ab, was nicht von ihr kommt.

Kritik

Umgangssprachlich bezeichnet eine Depression eine Art psychische Niedergeschlagenheit. Meist kommt sie schleichend, ohne dass es die Betroffenen auf Anhieb merken. Und wer gesteht sich schon gerne ein, depressiv zu sein? Genauso ist es im Fall von Sandra Nettelbecks Protagonistin Helen, gespielt von einer großartig agierenden Ashley Judd. Sie hat alles, was sie braucht, um glücklich zu sein. Und dennoch ist sie es nicht. Erklären kann sie sich das ebenso wenig, wie ihr Mann oder ihre Tochter. Der psychische Verfall macht sich auch äußerlich bemerkbar. Helen achtet weniger auf Kleidung, Haare, Make-up. Nettelbeck erzählt Helens Geschichte ohne anzuklagen, ohne Auswege oder Lösungen vorzuschlagen. Dabei vergisst sie aber auch nicht die Angehörigen, die sich nur schwer in Helens Situation hineinversetzen können. Ebenso wie Helen gehen auch sie durch die Hölle. Sie fühlen sich ohnmächtig, glauben nichts tun zu können. Nettelbeck gelingt es, den Verlauf dieser schweren Krankheit auch für Laien nachvollziehbar zu machen. Sie ringt um Verständnis für Betroffene. "Helen" ist ein schwer verdaulicher Film, vor allem da die deutsche Regisseurin eine Bildsprache wählt, die dem Thema angemessen ist. Ein Großteil der Handlung spielt in abgedunkelten Räumen. Oft ist die Protagonistin allein im Bild, was den Eindruck ihrer Einsamkeit verstärkt. Die Krankenzimmer lassen dem Zuschauer die Kälte spüren, die wohl auch depressive Patienten spüren. Mit anderen Worten: "Helen" ist ein Film, der im wahrsten Sinne unter die Haut geht.

Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de

Helen

Bewertung

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