| Originaltitel | Mercante di pietre, Il |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Italien/Großbritannien 2006 |
| FSK & Länge | 114 min. |
| Regie | Renzo Martinelli |
| Darsteller | Brahim Abid, F. Murray Abraham, Maria Grazia Adamo, Lucilla Agosti, Jonis Bashir, Bruno Bilotta |
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Ein Terroranschlag überschattete das Eheleben zwischen der Allitalia-Managerin Leda (Jane March) und dem Universitätsprofessor Alceo (Jordi Mollà). Bei einem Bombenattentat auf die US-Botschaft in Nairobi verlor Alceo seine Beine. Alpträume und Schmerzen verfolgen ihn noch Jahre nach der Tragödie. Sein persönliches Drama richtete sein wissenschaftliches Interesse auf den religiös motivierten Terror. Seitdem unterrichtet er an der Universität in Rom und schreibt Bücher über den islamischen Fundamentalismus. Als Leda beinahe Opfer eines Attentats wird, entscheidet sich das Paar in die Türkei zu fliegen. Im Urlaub machen sie die Bekanntschaft des Einheimischen Shahid (F. Murray Abraham) und seinem Geschäftspartner Ludovico Vicedomini (Harvey Keitel). Letzterer ist ein zum Islam konvertierter Italiener, der mit Edelsteinen handelt. Zwischen Leda und Ludovico springen Funken der Leidenschaft, zurück in Italien beginnen sie eine verhängnisvolle Affäre. Alceo will sie vor der Gefahr warnen, der Unbekannte weckt in ihm böse Vorahnungen. Doch Leda hört nicht auf ihn...
Schriftsteller Corrado Calabrò adaptiert seine eigene literarische Vorlage für die Leinwand. Dabei konstruiert er das Szenario eines diabolischen Terroranschlags. Der Fokus wechselt zwischen Terrorist Vicedomini und Universitätsprofessor Alceo. Beide Figuren werden nur bruchstückhaft skizziert. Der Invalide ist durch Hass und Paranoia geprägt. Unnötig lange Nahaufnahmen von seinen Stümpfen und seinem Training richten die Rezeption auf die potentielle Gefahr eines möglichen Anschlags. "Stone Merchant" tendiert mehr zu Panik und Paranoia, als zur Aufklärung. In dieser Hinsicht sind auch die zwei dargestellten Ermittler eher Witzfiguren, als ernst zu nehmender Schutz. Im Verlauf stellt man sich als Zuschauer ernsthaft die Frage, was dieser Terror-Thriller eigentlich erreichen will. Unterhaltung oder Spannung sind nicht die Prioritäten für den Regisseur Renzo Martinelli.
