| Originaltitel | Die Welle |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Deutschland 2008 |
| Kinostart | 13.03.2008 (Constantin Film) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 100 min. |
| Regie | Dennis Gansel |
| Darsteller | Tim Oliver Schultz, Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul |
| Links | IMDB |
Die Projektwoche beginnt für Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) mit schlechten Nachrichten. Zum Thema "Staatsformen" soll der ehemalige Hausbesetzer seine Schülergruppe über "Autokratien" aufklären. Viel lieber hätte er das Thema "Anarchie" behandelt. Die Projektwoche läuft schleppend an, die Schüler haben keine Lust, etwas über Staatsformen zu lernen. Doch dann hat Rainer eine Idee. Er verbindet das Projekt mit einem Experiment und will eine Autokratie innerhalb der Klasse erschaffen. Disziplin und Gemeinschaft sind die dazugehörigen Schlagwörter.
Fortan müssen die Schüler aufstehen, wenn sie etwas sagen wollen, gute Schüler sitzen neben schlechteren, um diese zu disziplinieren, ein Gruß zwischen "Welle"-Mitgliedern wird verbindlich gemacht. Schon am nächsten Morgen ist Rainer positiv überrascht, als die Schüler bei seinem Eintreten alle aufstehen und bereitwillig seinem Vortrag lauschen. Doch bald zeigt sich, dass das Experiment dennoch total aus dem Ruder läuft - und zwar wegen der unbedingten Disziplin. Das Experiment verselbständigt sich immer mehr. Ist Rainer in der Lage, die heranrollenden "Welle" noch rechtzeitig zu stoppen?
1967 legt Geschichtslehrer Ron Jones einen Meilenstein in der Groupthink-Forschung. Von Schüleraussagen, dass sich das nationalsozialistische Regime nicht wiederholen könne angeregt, veranstaltet er ein riskantes Experiment. Er teilt den Schülern unterschiedliche Rollen zu. Da diese die autoritären Normen zu sehr verinnerlichen, läuft das Experiment in kürzester Zeit aus dem Ruder. Auch der Lehrer merkt zu spät, dass er sich der Dynamik des Prozesses nur schwer entziehen kann.
Auf diese Erfahrung hin verfasst Ron Jones in den 1970er Jahren den Roman "No Substitute for Madness: A Teacher, His Kids, and the Lessons of Real Life". Schon Anfang der 1980er Jahre wird ein erster TV-Film auf Basis seines Erfahrungsberichtes gedreht. Dennis Gansel stützt sich bei seiner filmischen Bearbeitung des Themas ebenfalls auf Jones' sozialem Experiment, verlegt das Geschehen aber nach Deutschland der Gegenwart. Der deutsche Regisseur lässt die Gewalt eskalieren, um die ausgesprochene Warnung nochmals zu betonen.

Ein solider Film, aber nicht überragend umgesetzt. Jürgen Vogel z.B. ist ein sehr toller Darsteller, aber dann jmd. komplett gegenteiligen da rein zu hauen, jmd. der gar nicht... mehr
15.04.2011 17:23 Uhr - juno
Krass... wenn man bedenkt dass dies in der realität hier auf der Erde schon einmal passiert ist. Ich glaube diese Story ist der beste Beweis dafür dass wir einer Diktation... mehr
28.07.2009 14:27 Uhr - Laxxy
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