| Originaltitel | Effi Briest |
| Alternativ | Effi (Arbeitstitel) |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Deutschland 2008 |
| Kinostart | 12.02.2009 (Constantin Film) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 118 min. |
| Regie | Hermine Huntgeburth |
| Darsteller | Julia Jentsch, Sebastian Koch, Misel Maticevic, Juliane Köhler, Ludwig Blochberger, Barbara Auer |
| Links | IMDB |
Preußen im 19. Jahrhundert: Effi von Briest (Julia Jentsch) ist ein ungestümer, siebzehnjähriger Teenager. Gefangen in den Konventionen ihrer Zeit muss sie sich dem Willen ihrer Eltern (Thomas Thieme und Juliane Köhler) beugen und standesgemäß Baron Geert von Innstetten (Sebastian Koch) heiraten. Doch der ist ein früherer Verehrer ihrer Mutter. Der Baron ist nicht nur wesentlich älter als seine junge Braut, er kann und will seiner Gattin seine Gefühle nicht zeigen und vertraut allein auf seine festen Prinzipien. Für die Eltern Effis ist der Baron eine glänzende Partie, da ihm eine politische Karriere zugetraut wird. Zum Leidwesen der lebenslustigen Effi zieht von Innstetten in das verschlafene Ostsee-Küstenörtchen Kessin. Effi langweilt sich furchtbar. Doch dann taucht Major Crampas (Mišel Matičević), ein Regimentskamerad von Instettens auf. Durch den Kriegsversehrten aber sehr charmanten Frauenheld keimen in Effi erstmals Liebe und Leidenschaft auf. Als von Innstetten von der Affäre erfährt, fordert er Crampas zum Duell.
"Effi Briest" ist bereits die sechste Verfilmung von Theodor Fontanes gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1895. Hermine Huntgeburths Literaturverfilmung ist Beleg für das ungebrochene Interesse an dem Stoff und dokumentiert zugleich, wie sich das Verständnis des Romans im Laufe der Jahrzehnte geändert hat. Dabei folgt die Regisseurin in Bezug auf Kostüme und Ausstattung zwar der literarischen Vorlage, weist mit dem alternativen Ende, das hier natürlich nicht verraten wird, auf die Gegenwart. Fontanes Roman ist auch heute noch gängige Schullektüre. Gerne zeigen die Pädagogen dazu Rainer Werner Fassbinders äußerst gelungenen "Fontane Effi Briest", der sich inhaltlich eng an die literarische Vorlage gehalten hatte und doch die gesellschaftlichen Normen frontal attackiert hatte. Huntgeburth setzt hier einen anderen Schwerpunkt. In den Filmen der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin stehen starke Frauen im Fokus des Interesses. So auch in "Die weiße Massai" aus dem Jahr 2004. Für "Effi Briest" konnte sie neben Julia Jentsch auch Juliane Köhler und Barbara Auer gewinnen. Gedreht wurde von September bis November 2008 in Berlin, Brandenburg, Polen und Lettland.

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