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Malastrana

OriginaltitelMalastrana
AlternativDas Todessyndrom; Unter dem Skalpell des Teufels
GenreHorror, Thriller
Land & JahrItalien/BRD/Jugoslawien 1971
RegieAldo Lado
DarstellerIngrid Thulin, Jean Sorel, Mario Adorf, Barbara Bach, Fabijan Sovagovic, José Quaglio
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Inhalt

Ein Parkarbeiter, der Gregory Moore (Jean Sorel) findet, hält diesen für tot. Die Ärzte im Krankenhaus sind derselben Meinung und stellen die Todesurkunde aus. Doch im Zuschauer regen sich bereits im Park erste Zweifel. Immer wieder hört er Gregorys Herz schlagen, auch wenn das Geräusch mit der nächsten Einstellung einer anderen Quelle zugeordnet wird. Im Krankenhaus kann sich der Journalist den Ärzten nicht verständlich machen. Die wundern sich zwar über die fehlende Leichenstarre und die konstante Körpertemperatur von 32 Grad, können aber sonst keinerlei Lebenszeichen diagnostizieren. Eine Obduktion soll Licht ins Dunkel bringen. In der Zwischenzeit versucht Gregory für sich zu rekonstruieren, wie er in diese fatale Lage geraten ist. Alles hat mit der Suche nach seiner verschwundenen Freundin Mira (Barbara Bach) angefangen. Mit seinen Kollegen Jacques Versain (Mario Adorf) und Jessica (Ingrid Thulin) war er auf einem mysteriösen Geheimbund aufmerksam geworden. Oder haben am Ende seine Freunde etwas mit der ganzen Sache zu tun?

Kritik

Die Spannung steigt in Aldo Lados Erstlingswerk von 1972 langsam aber stetig. Zuerst mutet die Handlung wie ein Krimi an. Abgesehen von der Tatsache, dass der Erzähler scheintot im Krankenhaus liegt und versucht, seine bevorstehende Obduktion zu verhindern. Es sorgen gleich zwei Handlungselemente für Spannung. Gregory bringt sich mit seiner Suche in eine ziemlich gefährliche Lage, aber das merkt er erst viel zu spät. Die Panik, die langsam von ihm Besitz ergreift, wird auf der Bildebene deutlich. Aldo setzt als Mittel eine subjektiv agierende Kamera ein, etwa als Gregory unter Drogeneinfluss durch das Haus des Geheimbunds irrt. In seiner Erzählung bedient sich Lado auch einigen Klischees des Genres. Ein unheimlicher blinder Mann, der sein Wissen nicht preisgeben will, ein verrückter Forscher und ein Geheimbund, der nach ewigem Leben strebt. Dazu das klassische Motiv Sex. Höhepunkt ist eine Orgie, bei der ein junges Mädchen geopfert wird. Die Bilder sind symbolträchtig (Gregorys Blick in den Spiegel) und der Blick des Zuschauers wird von der Kamera gesteuert. Durch Schwenks und Zooms wird auf Elemente aufmerksam gemacht, die eine Bedeutung haben. Oft wird der Zuschauer dabei in die Irre geführt. Der Herzschlag, der anfangs im Park zu hören ist, gehört nicht zu Gregory, sondern zu einem behinderten Mann. Wenn Gregory im Krankenhaus zu sprechen beginnt, bewegen sich seine Lippen. Es sind letztlich nur Gedanken. Man muss sich auf die ruhige Inszenierung dieses alten Horrorthrillers einlassen, der abgesehen von einigen Flashbacks ohne Schockmomente auskommt. Die Spannung entsteht hier auf eine wesentlich subtilere Art, als heute üblich und das ist sehr angenehm.

Tatjana Niezel/Filmreporter.de

Malastrana

Bewertung

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