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Lornas Schweigen

OriginaltitelLe Silence de Lorna
AlternativThe Silence of Lorna
GenreDrama
Land & Jahr Belgien/Deutschland/Frankreich 2008
Kinostart09.10.2008 (Piffl Medien)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 105 min.
RegieJean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Darsteller Arta Dobroshi, Olivier Gourmet, Jérémie Rénier, Fabrizio Rongione, Alban Ukaj
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
User:8.5
Anzahl User:2
Anzahl Userkommentare:1
Redaktion:8.0

Film: Inhalt

Wieder mal sitzen sie auf der Wartebank im Krankenhaus: die vom Schicksal geprüfte Lorna (Arta Dobroshi) und der am Leben gescheiterte Claudy (Jérémie Rénier). Er will erneut einen Drogenentzug, diesmal ist es ihm ernst - wie die vorigen Male auch. Sie versucht, die Distanz zu bewahren. Schließlich naht das Ende ihrer Ehe, es ist sowieso keine Liebesheirat gewesen. Die junge Albanierin hat den drogenabhängigen Belgier eigentlich nur wegen der Aufenthaltserlaubnis geheiratet. Unterweltboss Fabio (Fabrizio Rongione) hat es arrangiert, er wird auch bald den Tod des willenschwachen Ehemannes einrichten. Denn dann wird Lorna einen reichen Russen heiraten, auch er hat nur den belgischen Pass im Sinn. Wenn alles vorbei ist, will Lorna mit ihrem Freund Sokol (Alban Ukaj) eine Imbissbude eröffnen. Für ihren Traum erduldet sie die Gegenwart des Junkie, widerspricht Gangster Fabio nicht und wird auch die Scheinehe mit dem Russen eingehen. Doch kann sie den Mord an Claudy wirklich mit ihrem Gewissen vereinbaren?

Film: Kritik

Bis zur Preisverleihung galten die Brüder Luc und Jean-Pierre Dardenne als Favoriten für die Goldene Palme 2008. Es wäre ihre dritte gewesen, doch die Cannes-Jury verschob diesen Rekord in die Zukunft. Die Belgier gingen dennoch nicht leer aus, erhielten sie doch den Preis für das beste Drehbuch. Die Geschichte hat zwar eine geniale Einfachheit, ist aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Eine junge Frau arbeitet an der Erfüllung ihres Lebenstraums. Ohne Pathos oder erhobenen Zeigefinger schildern die Filmemacher die tragische Ereigniskette. Genauso einfach ist auch die optische Gestaltung geraten. Die Kamera fokussiert oft auf das Gesicht der Hauptdarstellerin Arta Dobroshi. Mit Unschärfe-Effekten wird sie noch hervorgehoben. Ihre Reaktionen, die Wandlung, die sie durchmacht, ist ganz offensichtlich das Hauptinteresse der Dardenne-Brüder. "Le Silence de Lorna" ist kein soziales Drama, sondern das psychologische Portrait einer Aufsteigerin. Die im Kosovo geborene Arta Dobroshi spielt die kühl berechnende und doch sanfte Lorna sehr überzeugend. Eine interessante Untersuchung von Würde und Menschlichkeit.

Lornas Schweigen

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Bewertung
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8,5 ( Skala: 1-10, 2 User)
8,0 (Filmreporter)
Anzahl Userkommentare: 1

Meinungen

Lornas Männer

Es dauert etwas, bis man die Situation dieser Lorna begriffen hat. Das scheint wohl beabsichtigt, denn die Details werden in den Dialogen erst nach und nach eingebracht. Lorna... mehr

30.11.2010 15:46 Uhr - 8martin

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