| Originaltitel | Chelsea on the Rocks |
| Alternativ | Chelsea Hotel |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Land & Jahr | USA 2008 |
| Regie | Abel Ferrara |
| Darsteller | Ethan Hawke, Bijou Phillips, Dennis Hopper, Adam Goldberg, Gaby Hoffmann, Milos Forman |
| Links | IMDB |
Regisseur Abel Ferrara ("Bad Lieutenant") beschäftigt sich in seiner Dokumentation mit dem exklusiven New Yorker Chelsea-Hotel, in dem seit 1905 viel Prominenz aus dem Showgeschäft untergebracht ist. Zu den Gästen zählten unter anderem Stanley Kubrick, Dennis Hopper, Jane Fonda, Donald Sutherland, Bob Dylan, Sid Vicious und Janis Joplin.
Ferrara lässt viele der Gäste zu Wort kommen. Sie beschreiben die Besonderheiten des Hotels. Schriftsteller, Musiker und Schauspieler erinnern sich an persönliche Begebenheiten, unvergessliche Ereignisse, die im Chelsea-Hotel stattgefunden haben. Viele der Interviews sind Archivaufnahmen, die dem Zuschauer spannende Anekdoten bereits verstorbene Prominenter, wie Schriftsteller William S. Burroughs oder Pop-Art-Künstler Andy Warhol ins Gedächtnis rufen.
Abel Ferraras "Chelsea on the Rocks" ist eine solide Dokumentation, die mit interessanten Hintergrundinformationen über das legendäre Hotel aufwartet. Stars wie Ethan Hawke ("Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest") oder auch Ferrara selbst sprechen über ihre Erfahrungen im Chelsea Hotel. Dabei kommt vieles erneut zu Sprache, was Hollywood an Skandalen zu bieten hatte: Wilde Partys, Drogenexzesse, egozentrische Stars, verrückte Typen sowie tragische Ereignisse.
Im Chelsea-Hotel logierten auch Sid Vicious mit Lebenspartnerin Nancy Spungen. Diese fand man im Oktober 1987 erstochen im Hotelzimmer auf. Vicious wurde daraufhin unter Mordverdacht gestellt und festgenommen. Wenige Monate später war er wieder auf freiem Fuß, starb aber später selbst im Chelsea-Hotel nach einer Drogenüberdosis. Auch geschichtsträchtige Ereignisse, wie der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, werden aus Sicht der Gäste thematisiert. Einzig die nachgestellten historischen Szenen passen aufgrund ihrer mangelnden Qualität nicht in die Dokumentation. Sie sind viel zu reißerisch und darüber hinaus mit wenig talentierten Darstellern besetzt. Insgesamt ist die Dokumentation eine runde Sache und besonders für Fans der Film- und Musikwelt empfehlenswert.

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