RSS SUCHE
KINOPROGRAMM LOGIN

Filminfo

© Koch Media

Der Champagner-Mörder

OriginaltitelLe Scandale
GenreThriller
Land & JahrFrankreich 1967
Kinostart22.06.1967
FSK & Länge 99 min.
RegieClaude Chabrol
DarstellerAnthony Perkins, Maurice Ronet, Yvonne Furneaux, Stéphane Audran, Annie Vidal, Henry Jones
Links IMDB
Inhalt/Kritik
Awards
Meinungen
News
Trailer
Galerien
Kritiken
Interviews
Features
Gewinnspiel
Forum
im Kino

Inhalt

Bei einem nächtlichen Rendezvous wird der reiche Lebemann Paul Wagner (Maurice Ronet) am Kopf verletzt, seine Partnerin überlebt den Überfall nicht. Amnesie und Depression lautet die ärztliche Diagnose für Paul. Der Champagner-Magnat soll sich ausruhen. Auf wilden Partys mit Prostituierten fühlt sich der Unternehmer am besten. Seine Cousine Christine (Yvonne Furneaux) will seine Verschwendung nicht weiter dulden. Sie will ihm die Namensrechte auf das Luxusgut abkaufen und ihn aus dem Familiengeschäft drücken. Die ehrgeizige Frau lässt kein Mittel aus, um ihr Ziel zu erreichen. Letztlich schreckt sie auch nicht vor Verleumdung zurück. Sie schwärzt Paul als Frauenmörder an: er soll drei Frauen mir Nylonstrümpfen erdrosselt haben. Die skrupellose Verwandte bekommt tatkräftige Unterstützung von ihrem gelangweilten Ehemann Christopher (Anthony Perkins). Der Exil-Amerikaner hat aber selbst ein schmutziges Geheimnis - aber leider kann sich Paul ja an nichts erinnern. Die drei verstricken sich in einem Netz aus Lügen.

Kritik

Einmal mehr attackiert der französische Altmeister Claude Chabrol das wohlhabende Bürgertum. Szene für Szene demaskiert er die verfaulte moralische Seite der gesellschaftlichen Elite. Interessant ist die Auswahl der Farben. Die Bildkomposition wird von grellen Farben dominiert. Durch ihre wilde Mischung wird ein absurder, unwirklicher Effekt erzielt. Dem gleichen Gestaltungsprinzip unterwirft sich die Figur der geldgierigen Christine. Ihre Schminke ist auch für die Farbenfrohen 1960er Jahre zu grell geraten. Die bunten Kostüme lassen sie wie ein Clown wirken. Kommunikation ist auch in diesem Chabrol-Film wichtig. In einer Abendessen-Sequenz wird der Schein des familiären Zusammenhalts durch Geschäftsgespräche und ein Fernsehquiz gebrochen. Anthony Perkins gibt mit Bravour den gelangweilten Lebemann, der aus Trägheit oder Gier nach Luxus einiges mit seinem Gewissen vereinbart. Das Ende löst den Wissenskonflikt, klärt aber keinesfalls die Verhältnisse. Ein gut durchdachter Einfall des Regisseurs, der sich somit dem Urteil über die Bourgeoise entzieht.

Tzveta Bozadjieva/Filmreporter.de

Der Champagner-Mörder

Bewertung

Bewertung
0122334455667788991010
0,0 (0 User)
6,0 (Filmreporter)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Amazon

Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss
© 2012 Filmreporter.de
{*debug*