| Originaltitel | Apocalypse Now |
| Alternativ | Apocalypse Now Redux |
| Genre | Antikriegsfilm, Drama |
| Land & Jahr | USA 1979 |
| Kinostart | 10.05.1979 (TOBIS Film) |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 148 min. |
| Regie | Francis Ford Coppola |
| Darsteller | Marlon Brando, Martin Sheen, Robert Duvall, Frederic Forrest, Sam Bottoms, Laurence Fishburne |
| Links | IMDB |
US-Captain Willard Martin Sheen hat den Vietnamkrieg mit all seinen Schrecken bereits kennen gelernt. Er scheint am Ende seiner psychischen Kräfte und versucht verzweifelt, mit Alkoholexzessen den Alpträumen und Erinnerungen zu entgehen. Trotzdem lässt er sich auf ein Himmelfahrtskommando ein. Er soll den außer Kontrolle geratenen Colonel Kurtz exekutieren. Dieser hat sich im Dschungel der Kommandokette entzogen, eine eigene Armee aufgebaut und sich von Eingeborenen zum gottgleichen König krönen lassen. Willard bricht in einem kleinen Boot zu einem Trip in die Hölle auf.
22 Jahre nach der Premiere hat sich Francis Ford Coppola noch einmal mit Apocalypse Now beschäftigt. Das Resultat ist die um fast 50 Minuten verlängerte "Redux"-Fassung. Dabei verstärkt Coppola seinen Fokus auf die menschliche Moral. Er kommt seinen Helden psychologisch noch näher und schafft es, die Eindringlichkeit der ersten Fassung noch zu verstärken. Durch das Einbeziehen der kolonialen Vergangenheit Vietnams (Plantagesequenz) sowie durch eine kurze Liebesgeschichte stellt Coppola erneut klar, dass Apocalypse Now kein Kriegsfilm ist. 203 Minuten vergehen ohne Längen und Hänger - ein cineastisches Meisterwerk!
Der SoundtrackDer Krieg sei der Vater aller Dinge, heißt es. "Apocalypse now" ist ein legendärer Soundtrack. Die Klänge des Anti-Kriegs-Spektakels sind außergewöhnlich und ungewohnt. Komponist Isao Tomita ("Otôto") war schon vor dem Dreh in die Arbeit eingebunden. Manchmal scheint erst die Musik eine Stimmung zu machen, die sich erst dann in Bildern wiederfindet.
Regisseur Francis Ford Coppola hatte die Arbeit des Komponisten stets im Blick. Doch Tomota war für die Dreharbeiten nicht verfügbar. So behalf sich Coppola, indem er seinen Vater Carmine Coppola fragte. Dieser mischte kurzerhand typische Kriegsgeräusche ab, wie die Turbinen der Helikopter, dem Wind und natürlich Explosionen und Schussgeräusche ohne Ende. Die Mischung vermengte der Senior mit Gitarrenklängen á la Jimi Hendrix. Mickey Hart - der Percussionist von Grateful Dead - ergänzte das rhythmische Grundgerüst.
Mit dem legendären Moog Synthesizer wurden die elektronischen Elemente eingespielt. Neben konventionellen Nummern enthält der Soundtrack Stücke bekannter Rock Interpreten. Ein wahrer Klassiker ist der spektakulär eingesetzte "Ritt der Wallküren" von Richard Wagner, mit dem das Bombardement auf ein kleines Fischerdorf unterlegt ist. Und welcher Song wäre besser geeignet die Morbidität des Krieges herauszuarbeiten, als "The End" der The Doors? Intelligent und zynisch zugleich, die Absurdität des Krieges und die Verrohung der Soldaten, all das findet sich auch im Score.

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