| Originaltitel | The Wrestler |
| Genre | Action, Drama |
| Land & Jahr | USA 2008 |
| Kinostart | 26.02.2009 (Kinowelt Filmverleih) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 105 min. |
| Regie | Darren Aronofsky |
| Darsteller | Vale Anoai, Angelina Aucello, Todd Barry, Olivia Baseman, Gregg Bello, Alyssa Bresnahan |
| Homepage |
http://www.thewrestler.kinowelt.de |
| Links | IMDB |
Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) ist ein erfolgreicher professioneller Ringer. Exzessiver Konsum von Drogen, Pharmazeutika sowie die unzähligen Ringkämpfe haben ihn jedoch gezeichnet. Der ehemalige Wrestlingstar bietet dem zahlenden Publikum in städtischen Sporthallen immer noch eine gute Show. Zum Nachteil seiner Gesundheit und für eine geringe Gage versucht er den guten Namen zu wahren. Seine beste Zeit liegt jedoch lange hinter ihm, er ist kaum imstande, die Miete für den Wohnwagen in einer trostlosen Siedlung am Rande der Stadt zu begleichen. Als er während eines Kampfs gegen Hellbilly Cannibal (Dylan Keith Summers) eine Herzattacke erleidet, stellt der Arzt eine niederschmetternde Diagnose. Keine Zigaretten, kein Kokain und kein Wrestling, besonders letzteres würde mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Tod bedeuten. So beginnt Randy in einem Supermarkt zu arbeiten, um seinen Unterhalt zu verdienen. Deprimiert und vereinsamt lernt er die 36-jährige Stripperin Cassidy (Marisa Tomei) kennen. Sie bringt ihn wieder mit seiner Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) zusammen, für die er nie ein guter Vater war. Als Robinson Pam gesteht, dass er Gefühle für sie hegt, lässt ihn jedoch abblitzen. Die Option in Zukunft vor veralteten Nintendospielen mit den Kindern der Nachbarn zu sitzen oder als Verkaufskraft an der Fleischtheke eines Supermarktes zu enden nagt schwer an dem ehemaligen Champion. Wird "The Ram" doch noch einmal in den Ring zurückkehren? Frustriert ignoriert Robinson den Ratschlag seines Arztes und meldet sich für einen Kampf in Greenville, South Carolina, an. Dort erwartet ihn ein lebensgefährliches Match gegen seinen früheren Gegner Ayatollah (Ernest Miller).
Regisseur Darren Aronofsky setzt mit "The Wrestler" ein weiteres eindrucksvolles Ausrufezeichen seiner Schaffenskunst. Die intensive Darbietung tut dem Publikum weh, denn sie zeigt schonungslos die Versehrten und Vernarbten innerhalb der amerikanischen Gesellschaft. Aronofsky beleuchtet das weitgehend unbekannte Milieu der Wrestlerszene an ihrer Basis sowie in Rotlicht getauchte Nachtbars in denen schneller Toilettensex und Hochprozentiges auf der Karte steht. Der Zuschauer betritt eine raue Welt in der man harte Rochmusik von Guns n Roses und ACDC bevorzugt. Die Inszenierung findet von Beginn an den richtigen Ton und wirkt bis zum Ende überzeugend. Nicolas Cage war ursprünglich für die Rolle des von Mickey Rourke gespielten Wrestlers vorgesehen. Dem passt die Rolle des ausgebrannten Ex-Champions, in Allegorie zu seiner Biographie und Karriere, wie auf den Leib geschrieben. Vor authentischer Kulisse gibt er dem Portrait eines Mannes am Abgrund die notwendige Glaubwürdigkeit. Ein Film den man nicht vergisst. Vor diesem Hintergrund ist es kein Zufall das "The Wrestler" 2008 den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig gewann.

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