| Originaltitel | Copie conforme |
| Alternativ | Shirin (intern. Festivaltitel); Roonevesht barabar asl ast; Certified Copy |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Frankreich/Italien/Iran 2009 |
| Kinostart | 13.10.2011 (Alamode Film) |
| FSK & Länge | 106 min. |
| Regie | Abbas Kiarostami |
| Darsteller | Juliette Binoche, William Shimell, Jean-Claude Carrière, Agathe Natanson, Gianna Giachetti, Adrian Moore |
| Links | IMDB |
Für seinen ersten europäischen Film setzt der iranische Regisseur Abbas Kiarostami auf eine prominente Hauptdarstellerin. Juliette Binoche spielt in "Die Liebesfälscher" Elle, eine intelligente Frau und Mutter, die dem Charme des vom britischen Star-Bariton William Shimell verkörperten Intellektuellen James Miller verfällt. Angefangen hat ihr Interesse für den Mann mit seinen theoretischen Ausführungen über das Verhältnis von Original und Kopie in der Kunst. Bei einem gemeinsamen Ausflug nehmen sie seine Anschauung als Ausgangspunkt, um über Kunst, die Liebe und das Leben zu reflektieren.
Die beiden kommen sich immer näher. Doch Kiarostami erzählt keine Liebesgeschichte, er führt einen intellektuellen Diskurs. Und so geht sein Film in eine Richtung, die der Zuschauer kaum für möglich gehalten hat. Denn plötzlich wirft Kiarostami die Frage auf, ob Elle und James nicht ein längst verheiratetes Paar sind. Oder spielen sie nur die Rollen der Eheleute in einer Beziehungskrise? Was ist Wirklichkeit, was Fiktion, was Original und was Kopie? Diese Fragen deutet Kiarostami nur an, die Antwort überlässt er dem Zuschauer.
In Abbas Kiarostamis "Die Liebesfälscher" treffen ein Intellektueller und eine Kunstkennerin zusammen, die nichts anderes tun, als über das Leben, die Kunst und die Liebe zu debattieren. Unmerklich wechselt Kiarostami inhaltlich die Richtung, indem er die Frage aufwirft, ob die zwei sich tatsächlich erst kürzlich kennengelernt haben oder sich nicht doch schon länger kennen. Dabei verdichtet Kiarostami diese Frage zu einer klugen Reflexion über das Verhältnis zwischen Schein und Wirklichkeit, das die Diskussionen der Protagonisten über Kunstoriginale und deren Kopien widerspiegelt.

In Abbas Kiarostami "Die Liebsfälscher" reflektieren eine Frau und ein Mann über das Leben und die Liebe. Entstanden ist ein poetischer Film, der meisterhaft die Balance... mehr
"Die Liebesfälscher" ist ein kleines Wunderwerk des zeitgenössischen Kinos. Wunderwerk deshalb, weil es Abbas Kiarostami meisterhaft gelingt, Einfachheit... weiter
Für seine Verdienste ums Kino bekommt Al Pacino bei Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2011 den Glory to the Filmmaker Award. Sylvester Stallone erhielt den Preis zuvor. weiter
Am gestrigen Dienstag, den 29. Juni 2010 wurde Abbas Kiarostami auf dem Filmfest München mit dem CineMerit Award geehrt. Im Anschluss wurde sein Drama "Copie Conforme" gezeigt. weiter