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Vinyan

OriginaltitelVinyan
GenreHorror, Thriller
Land & JahrFrankreich/Belgien/Großbritannien 2008
FSK & Länge 95 min.
RegieFabrice du Welz
DarstellerEmmanuelle Béart, Rufus Sewell, Julie Dreyfus, Petch Osathanugrah, Amporn Pankratok, Josse De Pauw
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Inhalt

Vor sechs Monaten verloren Jeanne (Emmanuelle Béart) und Paul Belhmer (Rufus Sewell) während eines Südostasien-Urlaubs ihren kleinen Sohn Joshua. Sie haben den Verlust noch nicht überwunden und das Land seither nicht mehr verlassen. Vor allem Jeanne klammert sich daran, dass Joshuas Leiche nie gefunden wurde. Ihre Hoffnungen flammen wieder auf, als sie im Hause des reichen Matthias (Josse De Pauw) bei einer Spendengala für verwaiste Kinder ein Videoband sehen, auf dem schemenhaft ein Junge mit einem roten T-Shirt zu erkennen ist. Jeanne ist davon überzeugt, dass es sich um ihren Sohn handelt, da dieser am Tag der Naturkatastrophe ein rotes Fußball-Trikot trug. Völlig kopflos stürzt sie sich in das Rotlicht-Milieu Thailands, um jemanden zu finden, der sie ins für Touristen gesperrte Grenzgebiet Burmas schleust. Aus Mangel an Alternativen vertrauen sie auf die Hilfe des undurchschaubaren Thaksin Gao (Petch Osathanugrah), der sie immer weiter ins Hinterland von Burma bringt und versucht, ihnen asiatische Jungen als ihren Sohn zu verkaufen. Obwohl es offensichtlich ist, dass Gao mit ihnen nur ein Geschäft machen will, kann Jeanne von der Suche nicht ablassen und steigert sich immer tiefer in die Überzeugung, Joshua sei noch am Leben.

Kritik

"Vinyan" ist die zweite Regiearbeit des Belgiers Fabrice du Welz. Bei dem Projekt wagt er sich an einen psychologischen Thriller, dessen Schrecken in erster Linie in der Veränderung der Figuren liegt. Laut du Welz beginnt die Handlung in einer realistischen Umgebung, um schließlich immer mehr ins Irreale abzugleiten. Zeitweise erinnert "Vinyan" an Robert Zemeckis "Schatten der Wahrheit". Auch dort entsteht die Spannung zunächst nur durch die Angst der Protagonisten, die sich auf die Zuschauer überträgt. Doch im Gegensatz zu Zemeckis, der seinem Film einen, im Rahmen des Möglichen, sinnvollen Schluss zugesteht, verliert sich du Welz. Den beiden Hauptprotagonisten geschehen seltsame Dinge im Urwald, doch sie reagieren auf eine Art, die für das Publikum nicht mehr nachvollziehbar ist. Das hat den Effekt, dass sich die vermeintliche Bedrohung nicht auf den Zuschauer überträgt. Stattdessen ist man von dem logikfreien Vorgehen der Hauptprotagonisten genervt. Lichtblicke sind die erstaunlich guten Bilder, die sowohl dem Kameramann als auch der Kulisse zu verdanken sind. Auch die Leistungen von Emmanuelle Béart und Rufus Sewell sind nicht zu beanstanden. Béart spielt den Fanatismus ihrer Figur beeindruckend, auch wenn die Identifikation mit ihrer Figur aufgrund des Drehbuches ausbleibt.

Karolina Zebrowski/Filmreporter.de

Vinyan

Bewertung

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Interview

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