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Den du frygter

OriginaltitelDen du frygter
AlternativFear me not (Festivaltitel)
GenreDrama
Land & Jahr Dänemark 2008
FSK & Länge 95 min.
RegieKristian Levring
Darsteller Ulrich Thomsen, Lars Brygmann, Bjarne Henriksen, Emma Sehested Høeg, Paprika Steen, Stine Stengade
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Redaktion:7.0

Film: Inhalt

Mikael (Ulrich Thomsen) ist ein rundum zufriedener Mann. Er hat eine Tochter, mit der er ein besseres Verhältnis hat, als manch andere Väter zu ihren Kindern und eine liebende Ehefrau (Paprika Steen). Dennoch fühlt er sich zu einer sechsmonatigen Pause von der Arbeitswelt berufen. Seine Frau sieht dies skeptisch, denn Mikael hat kaum Hobbies und sitzt die meiste Zeit zu Hause. Als er von seinem Schwager erfährt, dass in der nahegelegenen Klinik ein neues Antidepressivum getestet wird, meldet er sich als Versuchsperson. Nach wenigen Wochen erleiden einige der Probanden erschreckende Nebenwirkungen. Auch Mikael verspürt Veränderungen. Plötzlich nimmt er sich selbst besser war, ist humorvoller und seine Stimmung beginnt sich positiv zu verändern. Als die Klinikleitung beschließt, den Test aufgrund der nicht einschätzbaren Nebenwirkungen einzustellen, wehrt sich der Familienvater. Entgegen der Aufforderung der Ärzte nimmt er weiterhin die Tabletten, allerdings ohne Aufsicht oder Kontrolle. Schnell verliert er das Bewusstsein wie viele Pillen er einnimmt. Er fühlt eine neue Freiheit und die Sehnsucht, Kontrolle über das Leben seiner Mitmenschen auszuüben. Das hat drastische Folgen.

Film: Kritik

In deutscher Sprache würde der Titel des Films wohl lauten "Fürchte dich nicht" oder "Hab keine Angst vor mir". Kristian Levrings intelligenter Thriller hält, was der Titel verspricht. Dabei ist die Geschichte denkbar einfach und in anderer Form schon öfter behandelt worden: Ein scheinbar liebender und zufriedener Familienvater erleidet plötzlich eine psychische Krise. Er will sein Leben, von dem er glaubt, seine Frau würde es kontrollieren, wieder selbst in die Hand nehmen. Allerdings hat dies fatale Folgen für ihn und seine Umgebung. In diesem Werk stimmt einfach alles: das ausgezeichnete Drehbuch von Anders Thomas Jensen, die unheimliche Kulisse, die Kameraführung und vor allem die furchteinflößende darstellerische Leistung des mehrfach ausgezeichneten Ulrich Thomsen. Von Anfang an verströmt er allein durch seine Haltung, seine Ausstrahlung, seinen Gang oder seine Blicke jenen subtilen Horror, der beim Betrachter Gänsehaut auslöst. Um diese Stimmung hervorzurufen sind weder Schreie, schnelle Schnitte oder düstere Kulissen nötig. Meist steht der Protagonist nur da, raucht eine Zigarette, rudert gedankenverloren über den See oder geht joggen. Regisseur Kristian Levring schlägt einen bewusst ruhigen, beinahe bedächtigen, manchmal zu langsamen Erzählton an. Dennoch ist "Fear Me Not" ein gutes Beispiel dafür, dass für einen gelungenen Thriller nicht notwendigerweise Blut oder hilflose Teenie-Schreie notwendig sind.

Den du frygter

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