| Originaltitel | Pride and Glory | |
| Genre | Krimi | |
| Land & Jahr | USA 2008 | |
| Kinostart | 22.01.2009 (Warner Bros. Pictures) | |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 130 min. | |
| Regie | Gavin O'Connor | |
| Darsteller | Michalina Almindo, Chris Astoyan, Carolyn Barrett, Courtney S. Bunbury, Don Cebron, Rick Collum | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:4.0
Anzahl User:1
Noch keine Userkommentare Redaktion:6.0
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Vier New Yorker Cops sterben bei einer angeblich harmlosen Drogenrazzia. Dies versetzt das Polizeipräsidium in helle Aufregung, da der Mord wie eine regelrechte Hinrichtung inszeniert wurde. Da viel auf dem Spiel steht, beauftragt der Chef des Manhattan Polizeipräsidiums Francis Tierney Sr. (Jon Voight) seinen Sohn Ray (Edward Norton) mit den Ermittlungen. Dieser ließ sich bereits vor Jahren in die Vermisstenabteilung versetzen und wollte mit dem Morddezernat nichts mehr zu tun haben. Zögerlich nimmt er den Auftrag an, da die vier Getöteten unter dem Befehl seines Bruders Francis Jr. (Noah Emmerich) sowie seines Schwagers Jimmy (Colin Farrell) standen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten. Bereits zu Beginn seiner Ermittlungen stößt er auf Spuren, die darauf deuten, dass die Polizisten Opfer einen Hinterhalts wurden. Bei Ray kommt der schreckliche Verdacht auf, dass sein Bruder und sein Schwager etwas mit dem Verbrechen zu tun haben. Damit nimmt das Unglück seinen Lauf.
Wie es der englische Originaltitel "Pride and Glory" noch besser erahnen lässt, geht es in Gavin O'Connors Kriminaldrama um Stolz und Ehre der Polizei. Der Film hält, was der Titel verspricht. Angesichts des bescheidenen polizeilichen Gehalts, und der alltäglichen großen Gefahr, welcher die Cops ausgesetzt sind in Verbindung mit einer kinderreichen Familie ist die Versuchung groß, anderweitig das fehlende Geld für die Haushaltskasse zu verdienen. Der Regisseur beschränkt sich hierbei jedoch nicht auf die einseitige Darstellung von Gut und Böse, er verleiht vielmehr beiden Seiten ein menschliches, verletzliches Gesicht, in Form seiner charismatischen und überzeugenden Hauptdarsteller Colin Farrell als der Böse und Edward Norton als der Gute. Überhaupt gelingt es dem Darstellerensemble gut, die innere Zerrissenheit, das Schwanken zwischen richtigen und falschen Handlungen sowie die Ausweglosigkeit des Protagonisten dem Publikum glaubhaft zu vermitteln. Einzig Jon Voight agiert zu starr und hölzern. Der Regisseur konnte sich jedoch dem abgedroschenen Klischee nicht enthalten, dass vor allem Mexikaner und schwarzhäutige Amerikaner das US-Drogengeschäft dominieren. Das Drehbuchduo Joe Carnahan und Gavin O'Connor setzt auf lange Dialoge und gelungene Charakterstudien. Es geht das Risiko ein, dass die Spannung auf der Strecke bleibt. An und für sich lobenswert, doch bei einer Filmlänge von über zwei Stunden sollte der Unterhaltungswert einer fiktiven Geschichte nicht außer Acht gelassen werden.
