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Mother

OriginaltitelMadeo
GenreThriller
Land & JahrSüdkorea 2009
Kinostart05.08.2010 (MFA+ Film Distribution)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 129 min.
RegieBong Joon-ho
DarstellerHye-ja Kim, Bin Won, Ku Jin, Yoon Jae-Moon, Mi-sun Jun, Young-Suck Lee
Homepage http://www.motherfilm.com
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Inhalt/Kritik
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Inhalt

Yoon Do-jun (Won Bin) ist 27 Jahre alt und geistig etwas zurückgeblieben. Er hat keinen Job und verbringt seine Zeit mit seinem besten Freund Tae Jin (Gu Jin), der ihn zu allerlei Unfug anstiftet. Do-jun ist zudem das Ein-und-Alles seiner Mutter Yoon Hye-ja (Kim Hye-ja). Deren einziger Lebensmotiv scheint das Wohlergehen ihres Sohnes zu sein. Sie hat ihn alleine großgezogen, ihr Mann ist schon vor langer Zeit gestorben. Aufopferungsvoll achtet sie darauf, dass er genug isst und trägt ihm seinen Tee sogar zur Bushaltestelle hinterher. Mutter und Sohn schlafen sogar im selben Bett. Do-jun ist unfähig, sich gegen die besitzergreifende Liebe seiner Mutter zur Wehr zu setzen. Dann geschieht eines Nachts der Mord an dem jungen Schulmädchen Moon Ah-jung (Na Mun-hee). Schnell fällt der Verdacht auf Do-jun. Im Verhör wird er von den Polizisten so eingeschüchtert, dass er ein Geständnis unterschreibt. Hye-jas Bitten bei dem ermittelnden Polizisten, den Fall nicht zu den Akten zu legen, bleibt erfolglos. Auch der teure Anwalt, den sie engagiert, trägt nichts zur Entlastung ihres Sohnes bei. So macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Um die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen ist Hye-ja jedes Mittel recht.

Kritik

"Mother" ist der vierte Kinofilm des koreanischen Regisseurs Joon-ho Bong. Bereits für "The Host" und "Memories of Murder" wurde er von der Filmkritik mit Lob überhäuft. Sein neuer Film zieht Vergleiche mit Alfred Hitchcock und Pedro Almodóvar nach sich. Vordergründig scheint "Mother" ein Krimi zu sein, denn schließlich geht es um die Aufklärung eines Mordes. Doch der Mord bildet nur den Ausgangspunkt für das Portrait einer Mutter und ihrer Liebe zu ihrem Sohn. Wozu ist eine Mutter fähig, um ihren Sohn zu beschützen?

Kim Hye-ja ist in Korea ein echter Star. Joon-ho besetzt sie gegen ihr Image. Sie spielt die Rolle der Mutter, für die das Wohlergehen ihres Sohnes an oberster Stelle steht, mit beeindruckender Intensität. Bei Nahaufnahmen ihres Gesichts werden all ihre Gefühlsregungen eingefangen. Auffallend an der ästhetischen Gestaltung des Films ist vor allem die Farbe ihrer Kleidung. Trägt sie anfangs noch freundliche Violett-Töne, ändert sich die Farbe im Verlauf der Handlung zu tiefdunklem Lila. Regisseur Joon-ho erklärt das damit, dass in der koreanischen Kultur Lila Verrücktheit symbolisiert. Die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen, wird für die Mutter immer mehr zur Obsession.

Doch Joon-hos Film ist nicht nur die Psychostudie einer koreanischen Witwe, sondern auch ein Portrait der koreanischen Gesellschaft. Die Nebenfiguren stehen für bestimmte Typen. Es gibt die vom Dienstalltag ausgelaugten und korrupten Polizisten, die reichen Anwälte, die sich nicht um ihre Klienten scheren und die Schulmädchen, die jegliche traditionelle Moralvorstellungen vermissen lassen. Das alles fügt er zu einem spannenden Ganzen zusammen, das den Zuschauer bis zur letzten Minute fesselt. Wer diesen Regisseur bisher noch nicht entdeckt hat, wird sich Joon-ho nach diesem Film merken.

Tatjana Niezel/Filmreporter.de

Mother

Bewertung

Bewertung
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8,0 (1 User)
8,0 (Filmreporter)

Meinungen

Viel mehr als nur ein Krimi

Bong Joon-ho zeigte bereits mit "Memories of Murder", dass er spannende Kriminalgeschichten beherrscht. Mit "Mother" liefert er einen noch runderen Film ab, der weit über das... mehr

03.11.2010 17:48 Uhr - Esco

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