| Originaltitel | Unter Strom |
| Alternativ | A Day In The Life Of An East German Kidnapper |
| Genre | Komödie |
| Land & Jahr | Deutschland 2009 |
| Kinostart | 10.12.2009 (Salzgeber & Co. Medien) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 81 min. |
| Regie | Zoltan Paul |
| Darsteller | Harald Krassnitzer, Catrin Striebeck, Robert Stadlober, Hanno Koffler, Tilo Nest, Anna Fischer |
| Homepage |
http://www.nextfilm.de/unterstrom2.html http://www.unterstrom-film.de |
| Links | IMDB |
Für das frisch geschiedene Ehepaar Daniel (Harald Krassnitzer) und Anna (Catrin Striebeck) ist der eheliche Leidensweg nach der Gerichtsverhandlung nicht zu Ende. Just nach dem Richterspruch werden sie noch im Gerichtsgebäude vom Kleinganoven Frankie (Hanno Koffler) als Geiseln genommen. Dieser wurde gerade zu 15 Jahre Zuchthaus wegen Mordes verurteilt. Allerdings beteuert er seine Unschuld, die er mit Hilfe des streitenden Ehepaares beweisen will. Auf ihrer Flucht quer durch die Stadt treffen sie auf den Abgeordneten Van Möllerbreit (Tilo Nest), der laut Frankie an seinem Komplott beteiligt sein soll. Kurzerhand wird auch der Politiker als Geisel genommen. In einem abgeschiedenen Landhaus wartet das Quartett auf Frankies Frau Gloria (Anna Fischer) und seinem besten Freund Cheesie (Robert Stadlober). Doch die beiden haben es während Frankies achtmonatiger Untersuchungshaft mit Loyalität und Treue nicht allzu ernst genommen. Hinzu kommt, dass Polizist Kaminski (Ralph Herforth) den Plan durchschaut hat und bereits auf dem Weg zum Landhaus ist. Dort kommt es zum Showdown.
Zoltan Paul hatte es mit seinem zweiten Spielfilm nicht leicht. Die Finanzierung war nur mit Mühe auf die Beine zu stellen, während der Dreharbeiten mussten die Darsteller auf jeglichen Luxus verzichten. Es war das Drehbuch, das sie überzeugte. Nun sei dahingestellt, ob man dem Film die fehlenden finanziellen Mittel anmerkt. Klar, mit mehr Zeit und Geld wäre vielleicht eine tiefere Figurencharakterisierung möglich gewesen. Die Schauspieler hätten ihre Rollen besser ausarbeiten können. Doch trotz aller Schwierigkeit wurde aus "Unter Strom" eine passable Komödie, die sich an den Stil alter Screwball-Klassiker anlehnt. Die meisten Schwächen des Drehbuchs überspielt das namhafte Darstellerensemble gekonnt. Es sind aber vor allem einige pointierte Dialoge, welche schlussendlich das Spektakel sehenswert machen. Auch für Freunde amerikanischer Schnulzen sind einige sehenswerte Szene dabei.

Regisseur Zoltan Paul inszeniert mit "Unter Strom" eine solide deutsche Komödie, die an die Screwball-Komödien der 1960er Jahre angelehnt ist. Das namhafte Schauspielensemble... mehr
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