| Originaltitel | An Education | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Großbritannien 2009 | |
| Kinostart | 18.02.2010 (Sony Pictures) | |
| FSK & Länge | ab 6 Jahren• 100 min. | |
| Regie | Lone Scherfig | |
| Darsteller | Peter Sarsgaard, Carey Mulligan, Alfred Molina, Dominic Cooper, Rosamund Pike, Olivia Williams | |
| Homepage |
http://www.aneducation-derfilm.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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London, 1961: Für die 16-jährige Musterschülerin Jenny (Carey Mulligan) steht fest, dass sie nach ihrem Schulabschluss in Oxford studieren wird. Erst als sie David (Peter Sarsgaard) kennen lernt, stellt sie ihre bisherigen Pläne in Frage. Der charmante Mittdreißiger genießt das Leben in vollen Zügen und will auch Jenny daran teilhaben lassen. Fortan verbringt die Schülerin ihre Abende mit David und dessen besten Freunden Danny (Dominic Cooper) und Helen (Rosamund Pike). Gemeinsam gehen sie auf Konzerte, feiern in Nachtclubs, genießen Dinnerpartys und besuchen Kunstauktionen. Jenny ist begeistert von der aufregenden Welt, die ihr eröffnet wird und verliebt sich in David. Als dieser ihr einen Heiratsantrag macht, willigt sie ein. Ihre konservativen Eltern Jack (Alfred Molina) und Marjorie (Cara Seymour) sind von der Aussicht durchaus begeistert. Jennys Lehrerin Miss Stubbs (Olivia Williams) zeigt sich hingegen zutiefst enttäuscht von der Entscheidung und fordert das Mädchen auf, die Schule zu beenden und an ihren Studienplänen festzuhalten. Jenny ist jedoch fest entschlossen: Sie schmeißt die Schule und will ihr zukünftiges Leben an Davids Seite verbringen. Dann erfährt sie jedoch etwas über ihn, das ihre Welt aus den Fugen geraten lässt.
"An Education" spielt in einer Zeit des Übergangs. Anfang der 1960er Jahre ist das bürgerliche Leben in London noch ganz von den puritanischen Moralvorstellungen des Bürgertums geprägt. Gleichzeitig zeichnet sich bereits die freigeistige Gesinnung der in den folgenden Jahren aufkommenden "Swinging Sixties" ab. Dieser Übergang spiegelt sich in der Figur der Jenny wider. In gewisser Weise ist die Geschichte ihrer persönlichen Wandlung auch die Geschichte einer gesellschaftlichen Veränderung. Dabei gelingt es dem Film auf wundervolle Weise, ein Gefühl von Freiheit, Rebellion und Veränderung zu vermitteln. Dies liegt sowohl am überzeugenden Spiel der durchweg hervorragenden Besetzung, als auch an der behutsamen Inszenierung. Lone Scherfig ("Wilbur wants to kill himself") erzählt die Liebesgeschichte von Jenny und dem wesentlich älteren David mit dem nötigen Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig erzeugt die Regisseurin durchgehend ein Gefühl des Zweifels gegenüber der Figur des David. Als Zuschauer spürt man, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Was genau, erfährt man erst gegen Ende des Films. Umso enttäuschender ist, wie sich die dramatische Enthüllung schließlich innerhalb von nur wenigen Minuten in Wohlgefallen auflöst.
