| Originaltitel | Bronson |
| Genre | Action, Biographie |
| Land & Jahr | Großbritannien 2009 |
| FSK & Länge | 92 min. |
| Regie | Nicolas Winding Refn |
| Darsteller | Tom Hardy, Matt King, Kelly Adams, Katy Barker, Edward Bennett-Coles, June Bladon |
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Seit früher Kindheit weiß Michael Peterson (Tom Hardy), dass er berühmt werden will. Geboren in einer gutbürgerlichen Familie aber ohne hervorstechenden Talente oder Interessen, macht er sich einen Namen als gefährlichster Verbrecher Englands. Im Alter von 22 Jahren wird er wegen dem Raub an einer Poststelle zu sieben Jahren Haft verurteilt. Wegen schlechter Führung und seiner Neigung zur Aggression wird das Urteil bald verdoppelt. Eine lange Reise von einem Gefängnis zum anderen beginnt für den Problemhäftling. Nach langen Jahren in der Psychiatrie und Einzelhaft erhält Michael Peterson, der sich mit dem Schauspieler Charles Bronson identifiziert und auch so nennt, eine zweite Chance. Er kommt frei. Doch nach nur 69 Tage in der Freiheit kehrt er wieder ins Gefängnis zurück und arbeitet weiter an seinem Ruf als gefürchteter Verbrecher.
Regisseur Nicolas Winding Refn schafft ein außergewöhnliches filmisches Portrait von Englands gefährlichstem Verbrecher Michael Peterson. Die Erzählung geht chronologisch voran, wird jedoch immer wieder durch abstrakt inszenierte Monologe der Hauptperson unterbrochen. Die Gesellschaft ist als Zirkus dargestellt und der Verbrecher darf seine schaurige Show vortragen. Die Rolle der Medien als Mittel zur Legendenbildung und Bühne von Gewalt wird kritisch thematisiert. Die provokante Darstellung von Michael Petersons Leben wirft auch andere Fragen auf: nach der Erziehungsfunktion von Strafanstalten, nach dem Verhältnis zwischen Verbrechen und Strafe und nach der Möglichkeit, sich zu ändern. Die radikalen Bilder der Gewalt, die von klassischer Musik unterlegt sind, werden sicherlich einige der Zuschauer irritieren. Ohne Michael Peterson und seine Entscheidung für die exzessive Gewalt zu verherrlichen, wird seine Rebellion gegen die gesellschaftlichen Normen dargestellt. Tom Hardy vereint Wahnsinn, Unsicherheit, Charisma, Verzweiflung und Selbstironie bei der Verkörperung des Protagonisten. Wirklich sehenswerte Filmbiografie, die trotzdem sicher nicht den Geschmack des Massenpublikums trifft.
