| Originaltitel | Hachiko: A Dog's Story |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | USA 2009 |
| Kinostart | 12.11.2009 (Prokino Filmverleih) |
| FSK & Länge | 93 min. |
| Regie | Lasse Hallström |
| Darsteller | Sarah Roemer, Richard Gere, Joan Allen, Jason Alexander, Cary-Hiroyuki Tagawa, Erick Avari |
| Homepage |
http://www.hachiko-derfilm.de |
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Beim Transport in die USA geht der kleine japanische Hund Hachiko verloren. Ziellos irrt der hilflose Hund, ein Akita, am Bahnhof herum. Dann begegnet er auf Musikprofessor Parker Wilson (Richard Gere). Der nimmt sich des süßen Welpen an und versucht erfolglos herauszufinden, wer der Besitzer des Hundes ist. Also beschließt Wilson, entgegen der Vorbehalte seiner Frau Cate (Joan Allen), selbst für das liebenswerte Tier zu sorgen. Zwischen den beiden entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft. Auf dem Weg zur Arbeit wird der Professor von seinem neuen Hund jeden Morgen zum Bahnhof begleitet und am Abend wieder abgeholt. Eines Tages bricht Wilson während einer Vorlesung zusammen und stirbt. Vergeblich wartet Hachiko fortan auf die Ankunft seines geliebten Herrchens. Auch Jahre später kehrt der Hund jeden Tag um dieselbe Zeit zum Bahnhof zurück, um Wilson zu empfangen. Von dieser bedingungslosen Treue begeistert, wird Hachiko für die kleine Bahnhofsgemeinde schon bald zu einem kleinen Held.
Lasse Hallström beweist in seinen Filmen sein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen. Dank seiner inszenatorischen Feinfühligkeit gelingt es dem Regisseur, selbst bei zuckersüßen Stoffen wie "Chocolat", das Abgleiten in die pure Rührseligkeit zu vermeiden. Bei "Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft" ist ihm die schwierige Gratwanderung zwischen Emotion und Kitsch nicht geglückt. Hallström ist sichtlich bemüht, seine Geschichte möglichst schlicht zu halten, was ihm zunächst auch gelingt. Unaufgeregt und fernab jeder Dramatik erzählt er eine einfache Geschichte von Freundschaft und Treue. Hallström vermittelt uns die Geschehnisse dabei nicht nur aus Wilsons Sicht. Geschickt macht er auch seinen tierischen Protagonisten zur Identifikationsfigur, indem er mit der Kamera immer wieder auf Höhe des Hundes bleibt und bisweilen die Ego-Perspektive Hachikos einnimmt. Auch Wilsons Tod, dem dramatische Wendepunkt des Filmes, ist erfreulich nüchtern, fast beiläufig in Szene gesetzt. Danach kippt die Stimmung des Films jedoch schnell ins Sentimentale und drückt nur noch unangenehm auf die Tränendüse. So gerät vor allem das letzte Drittel, in dem fast nur noch der Hund im Mittelpunkt steht, zum kitschigen Rührstück. Hallström sollte sich bei seinem nächsten Projekt wieder mehr auf seine menschliche Protagonisten konzentrieren.

Durch seine unaufgeregte Erzählweise lässt Lasse Hallström die emotionale Geschichte zwischen Hund und Herrchen zunächst nicht allzu rührselig werden. Gegen Ende gleitet... mehr