| Originaltitel | Captain Clegg |
| Genre | Horror |
| Land & Jahr | Großbritannien 1962 |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 79 min. |
| Regie | Peter Graham Scott |
| Darsteller | Peter Cushing, Yvonne Romain, Patrick Allen, Oliver Reed, Michael Ripper, Martin Benson |
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Im Jahr 1767 wird auf einer einsamen Südseeinsel einem Mulatten (Milton Reid) von dem Piratenanführer Kapitän Nathaniel Clegg die Zunge abgeschnitten. Der Versehrte überlebt und wird schließlich von einem englischen Kriegsschiff aufgelesen. 25 Jahre später sucht Marinehauptmann Collier (Patrick Allen) in dem englischen Küstenort Dymchurch nach Alkoholschmugglern. Unter seinen Leuten ist auch der verstümmelte Mulatte, weil er mit seinem Geruchssinn Hochprozentiges sicher aufzuspüren vermag. In der kleinen Gemeinde führen Pfarrer Dr Blyss (Peter Cushing) und der Gasthausbesitzer Mr. Rash (Martin Benson) das Wort. Hinter der Ortskirche befindet sich zudem das Grab des einst gefürchteten und mittlerweile hingerichteten Kapitän Clegg. Collier wurde auch deshalb hierher gerufen, weil hier seit einiger Zeit Moorgespenster ihr Unwesen treiben und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Zunächst finden Collier und seine Männer nichts Verdächtiges, dann allerdings nimmt der Mulatte Witterung auf.
"Die Bande des Captain Clegg" gehört zu den sogenannten Hammer-Filmen. Diese werden von der britischen Firma Hammer Film Productions in den 1950er bis frühen 1970er Jahren hergestellt. Die Filme sind zumeist im Horror- oder Science-Fiction-Genre angesiedelt und mit einem geringen Budget ausgestattet. Regisseur Peter Graham Scott erzeugt eine aufgeladene Atmosphäre, wobei man in seinem Werk vergeblich nach etwaigen Horrorsequenzen sucht. Rar gesäte Gruseleffekte treffen auf eine Kriminalgeschichte und zu guter Letzt wird alles mit ein wenig Liebesromantik vemengt. Aus heutiger Sicht mutet die Darstellung des personifizierten Wilden problematisch an. Nur seinen Urinstinkten folgend, wird im Laufe der Darbietung ein unausgewogenes Bild eines primitiven Eingeborenen gezeichnet. Zudem wirkt die altruistische Legitimation von Unrecht, die gegen Ende proklamiert wird, arg aufgesetzt. Der Plot ist überdies vorhersehbar und büßt aus diesem Grund früh an Spannung ein. Trotz der Kritikpunkte ist der Inszenierung ein gewisses Maß an Charme nicht abzusprechen.
