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© Capelight Pictures

Max Manus: Man of War

OriginaltitelMax Manus
AlternativMax Manus - Man of War (Schreibweise)
GenreDrama, Biographie
Land & JahrNorwegen/Dänemark/Deutschland 2008
Kinostart11.02.2010 (Capelight Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 118 min.
RegieJoachim Roenning, Espen Sandberg
DarstellerJulia Bache-Wiig, Nicolai Cleve Broch, Ron Donachie, Ken Duken, Nils Düwell, Mats Eldøen
Homepage http://www.maxmanusfilmen.no
http://www.maxmanus-film.de
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Inhalt

Entsetzt über den Einmarsch der Nationalsozialisten in seine norwegische Heimat, schließt sich Max Manus (Aksel Hennie) dem Widerstand an. Er lässt sich in Schottland militärisch ausbilden. Nach seiner Rückkehr nach Oslo, geht er mit Sabotageakten gegen den Feind vor. Zusammen mit anderen jungen Widerständlern gelingt es ihm, deutsche Kriegsschiffe zu sprengen. Mit seinen waghalsigen Aktionen avanciert Manus in der norwegischen Bevölkerung schon bald zum Helden - und ist den Nationalsozialisten zunehmend ein Dorn im Auge. Besonders der junge Gestapo-Offizier Fehmer (Ken Duken) setzt alles daran, um Manus und seine Komplizen auszuschalten. Ein Widerstandskämpfer nach dem anderen fällt in die Hände der Nationalsozialisten. Als sich im Krieg ein Sieg der Alliierten immer deutlicher abzeichnet, sollen 300.000 deutsche Soldaten aus Norwegen abgezogen werden. Manus plant eine letzte große Aktion: Die Sprengung des streng bewachten Kriegsschiffes "Donau".

Kritik

In seiner norwegischen Heimat ist Widerstandskämpfer Max Manus ein Nationalheld. Das Regie-Duo Espen Sandberg und Joachim Roenning ist jedoch nicht daran interessiert, seinen Protagonisten zur überlebensgroßen Legende zu stilisieren. Statt Verklärungsarbeit zu leisten, portraitieren sie Manus als geradlinigen Kämpfer und inszenieren ihren Film als schnörkellosen Thriller. Die bislang teuerste norwegische Produktion vor allem handwerklich hervorragend umgesetzt, viel Geld floss in die Action-Szenen. Besonders packend sind die Sabotageaktionen der Helden inszeniert, in denen kaum ein Wort gesprochen wird. In diesen Momenten ist die Anspannung der Helden förmlich am eigenen Leib zu spüren. Für zusätzliche Spannung sorgt der junge Gestapo-Offizier Fehmer als Manus' Antagonist. Ken Duken spielt seine Figur als galanten Folterknecht, der mit derselben Gelassenheit seine Sekretärin um den Finger wickelt, mit der er im nächsten Moment Gefangene foltern lässt. Ähnlich wie in Michael Manns "Heat" wird im Laufe des Films eine stetig wachsende Spannung zwischen dem Jäger und seiner Beute erzeugt, obwohl sich Fehmer und Manus erst gegen Ende zum ersten Mal gegenüberstehen. Interessanterweise hat der Thriller seine stärksten Momente, als die Jagd beendet ist, wenn Manus endlich zur Ruhe kommt und die vergangenen Ereignisse zu reflektieren beginnt. In diesen kurzen Sequenzen gewähren uns Sandberg und Roenning tiefe Einblicke in den Charakter. Sie zeigen Manus als gebrochenen Menschen, dem nach Kriegsende weder eine Aufgabe noch Freunde geblieben sind. Nichtsdestotrotz gewährt uns das Schlussbild des Films einen zufrieden lächelnden Helden, dem zu Ehren eine festliche Parade abgehalten wird. So ganz wollten die Macher wohl doch nicht auf Heldenverehrung verzichten.

Carlos Corbelle/Filmreporter.de

Max Manus: Man of War

Bewertung

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6,0 (1 User)
6,0 (Filmreporter)

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