Chloe - 2009 - FILMREPORTER.de
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© Kinowelt Filmverleih

Film: Chloe

                             
OriginaltitelChloe
AlternativChloë
GenreThriller
Land & Jahr USA/Kanada/Frankreich 2009
Kinostart    22.04.2010 (Kinowelt Filmverleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 96 min.
RegieAtom Egoyan
DarstellerAmanda Seyfried, Liam Neeson, Nina Dobrev, Julianne Moore, Max Thieriot, Meghan Heffern
Homepage http://www.chloe.kinowelt.de
Links IMDB

Inhalt

Nach außen führt die erfolgreiche Ärztin Catherine (Julianne Moore) mit Musikprofessor David (Liam Neeson) eine glückliche Ehe. Unter der Oberfläche brodelt es jedoch. Catherine vermutet, dass ihr Mann eine Affäre hat. Als sie auf Davids Handy eine verdächtige SMS sowie ein Bild ihres Mannes mit einer attraktiven Studentin entdeckt, fühlt sie sich in ihrem Verdacht bestätigt. Anstatt ihn darauf anzusprechen, engagiert sie Luxus-Callgirl Chloe (Amanda Seyfried).

Diese soll die Treue ihres Gatten auf die Probe stellen. Bereits nach dem zweiten Treffen mit David berichtet Chloe der misstrauischen Ehefrau, von leidenschaftlichen Sex mit dem untreuen Gatten. Catherine ist schockiert, stellt ihren Mann jedoch nach wie vor nicht zur Rede. Stattdessen trifft sie sich immer öfter mit Chloe, um deren erotischen Berichten zu lauschen. Dabei entsteht zwischen den beiden Frauen eine erotische Beziehung, die in einer Liebesnacht im Hotelzimmer gipfelt. Catherine bereut am nächsten Tag die gemeinsame Nacht und möchte den Kontakt zu Chloe ein für allemal abbrechen. Das Luxus-Callgirl will sich damit jedoch nicht abfinden und beginnt ein gefährliches Spiel, um Catherine für sich zu gewinnen.

Kritik

Wie in "Wahre Lügen" spielt Atom Egoyan auch in seinem Remake von "Nathalie - Wen liebst du heute Nacht?" mit der Erwartungshaltung des Publikums. Egoyan macht das Callgirl in "Chloe" zur Erzählerin. So kann man sich bei den erotischen Berichten seiner Protagonistin nie ganz sicher sein, was Schein und was Sein ist. Dabei geht der Regisseur wesentlich geradliniger vor, als noch bei "Wahre Lügen".

Der Aspekt der Wahrheitsfindung ist in "Chloe" ohnehin zweitrangig. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Fantasien und Obsessionen zweier Frauen. Wenn Chloes Besessenheit zunehmend bedrohlicher wird, fühlt man sich an "Eine verhängnisvolle Affäre" erinnert. Im Vergleich zum Klassiker mit Glenn Close enttäuscht Egoyans Thriller allerdings. Chloes Entwicklung ist nicht plausibel genug erzählt, um zu überzeugen und auch bei der finalen Konfrontation mit Catherine hält sich die Spannung in Grenzen. Überzeugender ist "Chloe" als Charakterstudie einer verunsicherten Frau, deren Ehe zunehmend aus den Fugen gerät. Julianne Moore spielt die eifersüchtige Catherine mit einer Mischung aus Entschlossenheit und leiser Verzweiflung und verleiht dem Film die nötige Tiefe. Während die Szenen zwischen ihr und Amanda Seyfried ungeheuer sinnlich sind, sorgt sie im Zusammenspiel mit Liam Neeson für die emotionalsten Momente der Geschichte. Trotz einiger Schwächen ist Atom Egoyan ein stilvolles Ehedrama gelungen, das in erster Linie durch das engagierte Spiel seiner Hauptdarsteller überzeugt.

Chloe

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