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© Kinowelt Filmverleih

Die zwei Leben des Daniel Shore

OriginaltitelDie zwei Leben des Daniel Shore
AlternativZimmer - Rooms/Zimmer
GenreKrimi
Land & Jahr Deutschland 2009
Kinostart11.02.2010 (Kinowelt Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 95 min.
RegieMichael Dreher
Darsteller Sean Gullette, Nikolai Kinski, Morjana Alaoui, Katharina Schüttler, Bernd Tauber, Driss Roukhe
Homepage http://www.zimmer-derfilm.de
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Film: Inhalt

Im marokkanischen Tanger gönnt sich der junge Student Daniel Shore (Nikolai Kinski) eine Auszeit aus seinem Akademikeralltag. Sein Freund Henry (Sean Gullette) hat ihm während seiner Abwesenheit großzügigerweise sein Haus überlassen. Daniel genießt das besondere Flair der marokkanischen Stadt und streift getrieben von seiner Entdeckungslust, durch die Straßen. Eines Tages lernt er die hübsche Imane (Morjana Alaoui) und deren zehnjährigen Sohn kennen. Die drei werden unzertrennlich. Doch als Henry nach Tanger zurückkehrt, wird allen klar, dass hinter dessen Freundlichkeit mehr steckt, als zunächst angenommen. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als nach einem Streit zwischen Daniel und Imane der kleine Junge tot vor der Haustüre liegt. Laut Polizei war es ein Unfall, doch Daniel will nicht daran glauben und macht sich schrecklich Vorwürfe. Zurück in Deutschland, versucht er die grausamen Erlebnisse in Tanger zu vergessen und zieht in das Mietshaus seiner verstorbenen Großmutter. Die erhoffte Ruhe kehrt aber nicht ein. Zwielichtige Gestalten treiben sich in den dunklen Gängen des Hauses herum. Die Realität und Daniels Vorstellungskraft vermischen sich zunehmend, bis der Student zu wissen glaubt, dass ein großes Unglück auf ihn zukomme.

Film: Kritik

Genau wie Michael Drehers Protagonist Daniel Shore zwei Leben führt, siedelt der Regisseur sein Spielfilmdebüt auf zwei Ebenen an. Zum einen erzählt er die Geschichte eines jungen Mannes, der eine viel versprechende Zukunft vor sich hat. Zum anderen will Dreher seinem Publikum auch die Manipulationskraft der Bilderflut des Fernsehens, Zeitschriften, Plakaten und dem Internet verdeutlichen. "Daniel Shore trägt die Bilder in seinem Kopf. Weder Ursache, noch Schuld kann er, wie wir alle, von sich weisen. Die Bilder, die auf uns einstürzen, haben wir verlernt zu verstehen. Dennoch akzeptieren wir die Wahrheit, die sie uns verkaufen. Hierbei ist es egal, ob sie überhaupt verständlich ist, wir können sie ohnehin nicht verstehen, nur glauben", so der Regisseur in einem Statement. Mit "Die zwei Leben des Daniel Shore" feiert Dreher sein Spielfilmdebüt. Zuvor machte er mit dem preisgekrönten Kurzfilm "Fair Trade" auf sich aufmerksam. Eine Nominierung für den Studenten-Oscar sowie 30 internationale Auszeichnungen kann der Regisseur bereits für sich verbuchen. Für seinen ersten Kinofilm engagierte er Nikolai Kinski für die Hauptrolle, der damit ebenfalls sein Kinodebüt gibt.

Die zwei Leben des Daniel Shore

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