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© Constantin Film

vincent will meer

Originaltitelvincent will meer
AlternativVincent will zum Meer
GenreDrama
Land & JahrDeutschland 2010
Kinostart22.04.2010 (Constantin Film)
FSK & Länge ab 6 Jahren• 96 min.
RegieRalf Huettner
DarstellerFlorian David Fitz, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Katharina Müller-Elmau, Johannes Allmeier
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Inhalt

Der Tod seiner Mutter zwingt Vincent (Florian David Fitz) zum Neuanfang. Der 27-Jährige leidet am Tourette-Syndrom. Seine unerwarteten Tics machen ihn einsam. Vincents Vater (Heino Ferch), ein ehrgeiziger Lokalpolitiker, hat die Familie vor Jahren verlassen. Nach der Beerdigung verkauft er das Haus und weist seinen Sohn in eine Klinik ein. Deren Leiterin, Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau), macht Vincent unmissverständlich klar, dass es keine Heilung gibt, die Krankheit jedoch durchaus therapierbar sei. Vincent teilt sich mit dem Zwangsneurotiker Alexander (Johannes Allmeier) das Zimmer. Wenig später lernt er die magersüchtige Marie (Karoline Herfurth) kennen. Die beiden kommen sich näher und beschließen, aus dem Heim zu fliehen, um ans Meer zu fahren. Zufällig landet auch Alexander im Fluchtauto dessen Schlüssel aus Dr. Roses Schublade stammen. Zusammen machen sich der Tourettekranke, die Magersüchtige und der Zwangsneurotiker auf dem Weg nach San Vincente wo Vincents Eltern einst glückliche Zeiten verbracht haben. Dr. Rose und Vincents Vater sind den Ausreißern dicht auf den Fersen. Dr. Rose bangt um den Gesundheitszustand der schwachen Marie, die seit Tagen nichts gegessen hat, Vincents Vater kann mitten im Wahlkampf keine Skandale wegen der Aktion seines Sohnes brauchen. Noch bevor sie ihre Schützlinge einholen können, machen sie jedoch die Bekanntschaft der italienischen Polizei.

Kritik

Das Tourette-Syndrom ist eine neurologisch-psychiatrische, ätiologisch noch ungeklärte Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics (Zuckungen) charakterisiert ist. Tourettekranke werden oft zu Außenseitern, weil ihre unkontrollierten Flüche und Obszönitäten persönlich genommen werden. Florian David Fitz meistert den Drahtseilakt zwischen Parodie und Klischee ganz vorzüglich. Selbst die Lacher, die seine Darstellung provoziert, über das wohl dosierte Fluchen beispielsweise, rühren aus dem Mitgefühl des Zuschauers, nicht aus der Schadenfreude. Regisseur Ralf Huettner ("Die Musterknaben") inszenierte mit "vincent will meer" ein bittersüßes Roadmovie. Das Darstellerensemble harmoniert außerordentlich gut. Besonders hervorstechend sind Johannes Allmeier als zwangsneurotischer Bach-Liebhaber und Heino Ferch als unsympathischer Lokalpolitiker, der im Laufe der Geschichte sich menschlich weiter entwickelt.

Die liebevolle Zeichnung von Vincent, Alexander und Marie verleiht diesen Protagonisten - wenn auch nur für kurze Zeit - eine heldenhafte Coolness. Auch Dramen wie "Requiem" und "Das weiße Rauschen" behandeln ähnliche Themen und sind beschäftigen sich zwar intensiver mit den angesprochenen psychiatrischen Krankheiten, besitzen jedoch nicht die gleiche Leichtfüßigkeit. Florian David Fitz ist mit seinem ersten Drehbuch etwas ganz Besonderes gelungen: er hat es geschafft, eine im positivsten Sinn leichte, humorvolle Abhandlung über seelische Krankheit zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um gesellschaftliche Außenseiter handelt, deren Leid und Freud in unser Blickfeld gerückt werden, kann man Fitz für seinen Beitrag nur danken.

Lize Alpaslan/Filmreporter.de

vincent will meer

Bewertung

Bewertung
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5,0 (2 User)
7,0 (Filmreporter)

Meinungen

ich bin echt schon sehr gespannt auf den film, habe nur leider die befürchtung, dass zuviele klischees verwendet werden?! kannst du mich da entwarnen? ich stells mir einfach... mehr

27.04.2010 10:16 Uhr - klopsl
Sehr guter Film

Mann geht aus den Kino und ist nachdenkich und aber auch erstaunt wie toll Florian Fitz seine Tourette Rolle gespielt hat. Hut ab. Kann nur jeden empfehlen rein zu gehen.

26.04.2010 12:16 Uhr - kweber71

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"vincent will meer" ist Florian David Fitz ' Drehbuchdebüt. Ihm gelingt in Kombination mit Regisseur Ralf Huettner ein beschwingtes, bittersüßes Roadmovie um drei Ausreißer... mehr

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