| Originaltitel | Lola |
| Genre | Drama |
| Land & Jahr | Frankreich/Philippinen 2009 |
| Kinostart | 15.07.2010 (Rapid Eye Movies) |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 110 min. |
| Regie | Brillante Ma. Mendoza |
| Darsteller | David Andriole, Cindy Dolenc, Val Kilmer, Camille Solari, Anita Linda, Rustica Carpio |
| Links | IMDB |
Im regnerischen Manila führt das Schicksal zwei verarmte Großmütter auf grausame Weise zusammen. Der Enkelsohn der einen ist angeklagt, den Enkel der anderen bei einem Raubmord getötet zu haben. Lola Sepa (Anita Linda) bahnt sich nun mit einem kleinen Ruderboot einen Weg durch die Sümpfe der Stadt, um bei den Ärmsten der Armen Geld für die Beerdigung zu sammeln. Auch Lola Puring (Rustica Carpio) macht alles, um zu Geld zu kommen. Sie will damit ihren geliebten Enkel aus dem Gefängnis freikaufen. Das philippinische Justizsystem erlaubt es, dass sich der Täter beim Opfer mit Geld von der Anklage freikauft.
Brillante Ma. Mendoza ist mit Sicherheit der interessanteste Regisseur seiner philippinischen Heimat. Meist strotzen seine Filme nur so vor Gesellschaftskritik, weshalb sie nicht selten für Aufruhr und Provokation sorgen. 2008 erregte die Vorführung von "Serbis" die Gemüter des Publikums in Cannes. Darin zeigt er im dokumentarischen Stil, wie Polizisten im Auftrag eines Verbrechersyndikats Prostituierte massakrieren. Nur ein Jahr später wurde er ebenfalls in Cannes für "Kinatay" als bester Regisseur ausgezeichnet. In "Lola" geht es ihm nicht um die Provokation: "Ich sehe die Hoffnung in diesem Film. Trotz des Hasses, der Gerichtsverfahren, der Herausforderungen des Lebens und des Alters spürt man dieses Bedürfnis, für andere da zu sein", so der Regisseur in einem Interview mit dem Kultursender arte im Mai 2010.

Brillante Ma. Mendoza ist mit Sicherheit der interessanteste Regisseur seiner philippinischen Heimat. Meist strotzen seine Filme nur so vor Gesellschaftskritik, weshalb sie... mehr
Preisverleihung des Internationalen Filmfestivals in Freiburg: Hauptpreise gehen Erstlingswerke. Der "Regard d'Or" geht an "Das andere Ufer" von George Ovashvili. weiter