| Originaltitel | Midnight in Paris | |
| Alternativ | Woody Allen Summer Project | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | USA 2011 | |
| Kinostart | 18.08.2011 (Concorde Filmverleih) | |
| FSK & Länge | ab 0 Jahren• 94 min. | |
| Regie | Woody Allen | |
| Darsteller | Owen Wilson, Rachel McAdams, Kurt Fuller, Mimi Kennedy, Michael Sheen, Nina Arianda | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:6.7
Anzahl User:3
Anzahl Userkommentare:2
Redaktion:8.0
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Gil (Owen Wilson) verbringt den Sommer mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und deren Eltern in Paris. Der Schriftsteller ist hingerissen von der romantischen Stadt an der Seine. Zwar gilt Gil in Hollywood als erfolgreicher Drehbuchautor, dennoch träumte er davon, es seinen literarischen Vorbildern gleich zu tun. Wie einst Ernest Hemingway und Francis Scott Fitzgerald will auch Gil in Paris von einer Muse geküsst einen erfolgreichen Roman schreiben.
Doch zuvor muss er sich mit Inez und deren besserwisserischem Bekannten Paul (Michael Sheen) bei Museumsbesuchen langweilen, anstatt die Stadt zu erkunden. Weil Paris eine magische Metropole ist, trifft Gil eines Nachts auf all die Künstler der 1920er Jahre, die er bewundert. Eine Limousine bringt ihn zu einer Bar, in der gerade F. Scott Fitzgerald (Tom Hiddleston), Cole Porter (Yves Heck) und Ernest Hemingway (Corey Stoll) das Leben und die Kunst feiern.
Als Gil am nächsten Abend Inez mit in die Bar nehmen will, erklärt sie sich zu dem Abenteuer bereit. Dabei ist sie zu ungeduldig und kehrt vor Mitternacht in ihr Hotel zurück. Doch erst um die magische Urzeit fährt erneut die Limousine vor, um Gil mit weiteren Künstlern wie Salvador Dalí (Adrien Brody), Pablo Picasso (Marcial Di Fonzo Bo) und vor allem dessen schöner Muse Adriana (Marion Cotillard) bekannt zu machen.
In seiner 42. Regiearbeit schöpft Woody Allen eine klassische Idee des Kinos voll aus - Träume zu erschaffen. Was seiner Hauptfigur Gil zustößt, ist eigentlich unmöglich. Er reist in die Vergangenheit, um dort mit historischen Persönlichkeiten zu kommunizieren. Allen erzählt mal wieder ein modernes Märchen. Das Fahrzeug, das Gil in diese vergangene Zeit transportiert, erscheint immer um Punkt Mitternacht. Natürlich war es bei Aschenputtel so, dass sich zu eben dieser Zeit der ganze Zauber in Luft auflöste und die Kutsche wieder zum Kürbis wurde.
Allen zeigt Paris als einen Ort unerschöpflicher Kreativität. Gil hadert mit seinem Leben. Er wäre viel lieber Romanautor als Drehbuchschreiber. Die Gespräche mit seinen Vorbildern helfen ihm, seine Zweifel über Bord zu werfen und sich endlich in die Arbeit zu stürzen. Er saugt die Stadt mit jeder Faser seines Körpers auf. Mit Owen Wilson hat Allen den idealen Schauspieler für diese Rolle gefunden. Das Staunen und das Glück, die sich auf Gils Gesicht zeigen, als er im Lokal auf F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway trifft, gehen ans Herz. Lange haben die Kinozuschauer Wilson nicht mehr in so einer Rolle gesehen. Obwohl er oft in Komödien spielt, liegt ihm der Zweifel mehr, zuletzt 2007 in "Darjeeling Limited".
"Midnight in Paris" macht einfach Spaß. Wer würde nicht gern in eine andere Zeit reisen und dort mit seinen Idolen sprechen? Klar, dass er auch auf den Film verweisende Gags einbaut, etwa wenn er Gil auf Luis Buñuel treffen lässt. Solche Gespräche, in denen Allen seinen feinen Sinn für Humor beweist, durchziehen den gesamten Film. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sogar der besserwisserische Paul.
